Neue Rolle in der CDU

Merz' Wirtschaftspläne: Weniger Steuern, mehr investieren

Friedrich Merz hatte in einer Kampfabstimmung auf dem Bundesparteitag Anfang Dezember knapp gegen Kramp-Karrenbauer verloren. Foto: Christoph Schmidt FOTO: Christoph Schmidt

Kreuth. Steuerentlastungen, neue Strategien für den Umgang mit China und den USA sowie eine Digital- und Investitionsoffensive: Der unterlegene Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, fordert eine neue deutsche Wirtschaftspolitik.

„Die Globalisierung hat ohne Zweifel auch ihre Schattenseiten. Aber im Ergebnis überwiegen die Vorteile bei weitem“, sagte er auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee bei der Präsentation seines Sieben-Punkte-Programms. Deutschland müsse die Potenziale zur Entwicklung der Volkswirtschaft mit der Globalisierung und der Digitalisierung besser nutzen.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Merz als Mitglied in einem CDU-Expertenkreis zur sozialen Marktwirtschaft und auch am neuen Grundsatzprogramm der Partei mitarbeiten soll.

Am Freitag allerdings sorgten Äußerungen von Merz in einem Interview des Senders n-tv für Wirbel. Merz sagte: „Ich bin bereit zu helfen, aber ich werde in keine Kommission, kein Gremium der Partei gehen, sondern ich werde der Partei bei den Themen helfen und ich werde insbesondere für die Vorsitzende zur Verfügung stehen, wenn Sie meinen Rat haben will.“ Er habe der CDU angeboten mitzuarbeiten, zu verschiedenen Themen zur Wirtschafts- und Finanzpolitik, auch zur Außen- und Sicherheitspolitik. „Mir braucht niemand eine Aufgabe zuzuweisen. Das mache ich nicht.“ Er bleibe in seinen beruflichen und ehrenamtlichen Aufgaben mit dem notwendigen Maß an Unabhängigkeit auch von parteipolitischen Strukturen.

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