Vorschau zum Parteitag

Die CDU arbeitet an der Erneuerung

Das CDU-Parteilogo wird vor den Hamburger Messehallen aufgestellt. FOTO: dpa / Bodo Marks

Die CDU erwartet einen „Parteitag der Rekorde“. Bei den Delegierten gibt es Unmut über die „robuste“ Wahlwerbung des Merz-Lagers.

Kurz vor der historischen Entscheidung über den Parteivorsitz der CDU sind die Nerven an der Basis, bei den Delegierten und in den Gremien zum Zerreißen gespannt. Die Anhänger von CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und dem früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz werben über Interviews, in sozialen Netzwerken und immer noch am Telefon für ihre Kandidaten. Allein im Umfeld von Jens Spahn zeigt sich eine gewisse Entspannung. Niemand in der Partei rechnet mit einem Sieg des Gesundheitsministers. Für seine gelungenen parteiinterne Werbekampagne und sein Stehvermögen aber gibt es viel Anerkennung.

Bis zum Schluss gab es Streit darüber, ob führende CDU-Politiker Wahlempfehlungen aussprechen sollen. Für Wirbel sorgte am Donnerstag die Äußerung von Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Der Merkel-Vertraute kritisierte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble wegen dessen klarer Positierung für Merz und sagte im Interview mit unserer Redaktion: „Da Wolfgang Schäuble nun den Damm gebrochen hat, kann ich sagen: Ich bin überzeugt, dass wir mit Annegret Kramp-Karrenbauer die beste Chance haben, die CDU zu einen und Wahlen zu gewinnen.“

Kanzlerin Merkel, als deren Favoritin Kramp-Karrenbauer gilt, hielt ihr Schweigen über die Kandidaten. Sie sprach nur von einer „wichtigen Aufgabe“ für die Delegierten, die Weichen für die zukünftige Führungsmannschaft zu stellen.

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