Spur führt nach Schleswig-Holstein

Polizei ermittelt Verdächtigen nach Serie rechtsextremer Drohmails

Der Bahnhof Neumünster war nach einer Bombendrohung am 1. April gesperrt. FOTO: dpa / Carsten Rehder

Nach einer bundesweiten Serie von Drohbriefen mit rechtsextremistischen Inhalten hat die Polizei einen verdächtigen Mann aus Schleswig-Holstein ermittelt.

Nach einer Serie von E-Mails mit rechten Gewaltandrohungen haben Polizei und Staatsanwaltschaft einen Tatverdächtigen ermittelt. Am Donnerstag wurde in Schleswig-Holstein deshalb eine Wohnung durchsucht, auch wurden Beweismittel beschlagnahmt, wie Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Freitag mitteilten. Zur Identität des Verdächtigen machten die Ermittler zunächst keine Angaben.

Es bestehe der Verdacht, dass der Beschuldigte Verfasser verschiedener Drohschreiben an Gerichte und andere Einrichtungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Brandenburg sein könnte. In der vor einem Jahr begonnenen Serie gab es auch Androhungen von Bombenanschlägen auf Gerichte. Unterzeichnet waren die Mails etwa mit "Nationalsozialistische Offensive".

Den Angaben zufolge sind inzwischen mehr als 200 Drohschreiben Teil des in Berlin zentral geführten Ermittlungskomplexes. Die darin gesammelten Schreiben richteten sich auch an Politiker, Anwälte, Journalisten oder den Zentralrat der Juden. Es solle nun festgestellt werden, für welche der Drohschreiben der Verdächtige verantwortlich sein könnte.


(zim/dpa)
top