E-Tretroller auch auf Gehwegen

Verkehrsminister für E-Scooter und Lkw-Abbiegeassistenten

Zwischen Fußgängern und den Fahrern von E-Tretrollern bahnen sich neue Konflikte an. Foto: Clo Catalan FOTO: Clo Catalan

Saarbrücken. Die Verkehrsminister der Länder sind für eine rasche Zulassung von Elektro-Tretrollern. Und die dürften Fußgängern künftig wohl auch auf Gehwegen entgegenkommen.

Es gebe zwar noch „leichte Differenzen“ darüber, ob die langsamen Versionen der neuen Gefährte auf dem Gehweg fahren dürften, sagte die Vorsitzende der Konferenz der Verkehrsminister, Saarlands Ressortchefin Anke Rehlinger (SPD). Aber alle seien einig: „Wir wollen uns nicht hinter Bürokratie verschanzen, sondern wir wollen den Weg frei machen.“ Die E-Scooter seien „ein gutes Mittel der letzten Meile“.

Klar sei, dass auf dem Gehweg nur im Schritttempo gefahren werden dürfe. Und: dass örtliche Behörden an engen oder gefährlichen Stellen auch Einschränkungen festlegen dürften. „Da wird es keine perfekte Lösung geben“, sagte Bundesverkehrminister Andreas Scheuer (CSU). Es werde Konflikte geben. „Natürlich werde wir selbst dazulernen müssen und vielleicht nachsteuern.“ Aber es gebe eine Versicherungspflicht und klare Regeln. Final solle im Bundesrat über die Zulassung diskutiert werden, voraussichtlich am 17. Mai, sagte Rehlinger. „Die Fußgänger dürfen nicht unter die Räder kommen.“

Eine jetzige Nachbesserung der gerade vom Kabinett beschlossenen Verordnung würde „zu viel Zeit kosten“, sagte Scheuer. Es gebe sehr viele Menschen, die die Roller bereits hätten und auf die Zulassung warteten. Sie dürften nicht „in die Illegalität“ gebracht werden.

top