Sieben Landgerichte betroffen

Bombendrohungen gegen Gerichte - rechtsextremer Hintergrund?

Eine Bombendrohung an das Landgericht Kiel war mit „nationalsozialistische Offensive“ unterschrieben. Foto: Carsten Rehder FOTO: Carsten Rehder

Kiel. Mehrere deutsche Gerichte haben Bombendrohungen von einer angeblichen „nationalsozialistischen Offensive“ bekommen.

Die E-Mails waren Teil einer Serie von Drohungen, wegen denen Justizgebäude in mehreren Städten vorübergehend geräumt wurden. Die Polizei setzte Sprengstoffhunde ein, fand aber nichts Verdächtiges. Die Hintergründe waren unklar.

Der Absender „nationalsozialistische Offensive“ ist den Behörden in Bund und Ländern nach Angaben des Bundesinnenministeriums schon öfter untergekommen. „Es handelt sich um einen oder mehrere Personen, die als Vielschreiber wiederholt Drohungen gegenüber verschiedenen Institutionen geäußert hat beziehungsweise haben“, sagte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Für Kiel, Hamburg, Saarbrücken und Erfurt bestätigten die Behörden, dass die Drohungen mit „nationalsozialistische Offensive“ unterschrieben waren. Eine Einschätzung, wie real ein rechtsextremistischer Hintergrund sein könnte, ist laut Kieler Polizei bisher nicht möglich. Eine Sprecherin des thüringischen Landeskriminalamts sagte, es sei noch unklar, ob die Tat einen politischen Hintergrund habe. „Wir ermitteln in alle Richtungen.“

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