Gastbeitrag von Thomas Knüwer

Die historische Schuld der CDU

Friedrich Merz (l.), Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn bei ihrem Auftritt in Düsseldorf. FOTO: REUTERS / Thilo Schmuelgen

Deutschland ist digitales Drittweltland. Dafür sind die Christdemokraten verantwortlich.

Es war Helmut Kohl, der Helmut Schmidts Plan eines weitreichenden Glasfaserausbaus stoppte und Postminister Christian Schwarz-Schilling auf Kupfertechnologie setzen ließ. Dieser war bis zu seiner Ernennung Chef einer Firma, die am Kupferkabelausbau beteiligt war – er übergab den Chefsessel an seine Frau. Unter Angela Merkel folgten Jahre der PR-Luftblasen und Fehlentscheidungen. Jüngstes Beispiel: Die schnelle Mobilfunktechnik 5G soll bevorzugt entlang der Autobahnen ausgebaut werden, also in dünn besiedeltem Gebiet. Warum? Weil selbstfahrende Autos angeblich Datenströme benötigen. Tja, autonome Fahrzeuge brauchen aber nur Sensoren – und kein 5G. Wildschweine werden also schnell surfen, Architekten im Düsseldorfer Zooviertel können aber weiter ihre Baupläne nicht online mit Kunden erörtern. Wer immer den Vorsitz der CDU übernehmen wird (nennen wir die Person mal Annegret Merzspahn), besitzt die historische Chance, die Schuld der Partei am technologischen Rückstand der Bundesrepublik zu tilgen. Dafür aber ist eine herkulische Anstrengung nötig, wie diese Liste zeigt:

Glasfaser An erster Stelle muss der flächendeckende Ausbau mit Glasfaser stehen, denn auch die 5G-Funkmasten saugen ihre Daten ja aus Glasfasernetzen.


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