Hintergrund

Diese alten CDU-Zöpfe hat Merkel abgeschnitten

Selfie mit Flüchtling: Dieses Foto von Bundeskanzlerin Merkel ging um die Welt. Foto: Bernd von JutrczenkaFOTO: Bernd von Jutrczenka

Hamburg. Sie wisse sehr wohl, dass sie die Nerven ihrer Parteifreunde bisweilen sehr auf die Probe gestellt habe, hat Angela Merkel am Freitag in ihrer Abschiedsrede auf dem Hamburger CDU-Parteitag gesagt.

Gemeint hat die scheidende CDU-Vorsitzende damit, dass sie nicht jede Attacke des politischen Gegners unbedingt wortgewaltig konterte. Doch auch inhaltlich hat Merkel die CDU in ihren 18 Jahren an der Parteispitze oft herausgefordert - und so manche konservative Position aufgegeben.

ATOMAUSSTIEG: Gegen erbitterte rot-grüne Proteste setzt Merkel im Bündnis mit der FDP 2010 eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken durch. Doch 2011 - nach der Katastrophe von Fukushima - verkündet sie abrupt die Kehrtwende zum Atomausstieg.

BUNDESWEHR: Mit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 greift die Union eine Forderung auf, die SPD und Grüne schon lange erhoben, in ihrer Regierungszeit aber nicht mehr durchgesetzt hatten. Zuletzt lehnte Merkel im Zusammenhang mit der Diskussion über eine allgemeine Dienstpflicht eine Wiedereinführung der Wehrpflicht klar ab.

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