Prozess gegen Hauptfeldwebel

Ausbilder muss für Hitze-Marsch zahlen

Der wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagte Bundeswehr-Ausbilder im Sitzungssaal des Amtsgerichts: Ihm wurde vorgeworfen, nicht ausreichend auf den gesundheitlichen Zustand seiner Soldaten geachtet zu haben. FOTO: dpa / Daniel Karmann

Bad Kissingen. Vier Soldaten brachen bei einer Übung zusammen. Der Prozess gegen den verantwortlichen Hauptfeldwebel wurde nun gegen eine Geldauflage von 2400 Euro eingestellt.

Wie ist es um das Verantwortungsbewusstsein von Vorgesetzten bei der Bundeswehr bestellt? Einem Hauptfeldwebel wird vorgeworfen, er habe mehrere Soldaten im bayerischen Ausbildungszentrum Hammelburg trotz sengender Hitze einen Geländemarsch absolvieren lassen, wobei vier Soldaten mit akuten Hitzschlägen kollabiert seien. Diese hätten per Helikopter zur Behandlung in Intensivstationen geflogen werden.

Der Prozess gegen den Ausbilder wegen fahrlässiger Körperverletzung in vier Fällen ist gestern nun gegen eine Geldauflage von 2400 Euro eingestellt worden. Der 41-Jährige nahm ein entsprechendes Angebot des Amtsgerichts Bad Kissingen an.

Die internen Ermittlungen in dem Fall hatte die Bundeswehr mit Blick auf das Verfahren vor dem Amtsgericht zunächst ruhen lassen, wie ein Bundeswehr-Sprecher am Rande des Prozesses sagte. Der gesamte Vorfall werde nun geprüft und zu einem Abschluss gebracht.

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