Hilfsorganisation

Bundesregierung kritisiert Bericht von Oxfam zu Armut

Berlin. Die Bundesregierung kritisiert den jüngsten Oxfam-Bericht zur Verteilung von Armut und Reichtum. Die Angaben der Hilfsorganisation seien nicht nachvollziehbar, sagte eine Regierungssprecherin gestern in Berlin.

Nach Angaben der Weltbank sei der Anteil der Bevölkerung, der in extremer Armut lebe, von 1990 bis 2015 sogar von 36 Prozent auf zehn Prozent gefallen. Hingegen hat sich laut Oxfam-Studie die weltweite Kluft zwischen Arm und Reich im vergangenen Jahr deutlich vergrößert.

Auch der Münchner Verteilungsforscher Andreas Peichl hatte den am Montag veröffentlichten Bericht hinterfragt. Dass die Vermögen der unteren Hälfte so zurückgegangen sein sollen, „entspricht nicht der makroökonomischen Realität“, sagte der Ökonom der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Vielmehr wachse die Weltwirtschaft und die Armut sinke auf der Welt deutlich.

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