Bundesweit mehr Spender

Im Saarland werden mehr Organe gespendet

Auch im Saarland stieg 2018 die Zahl der Organspender. (Symbolbild) FOTO: dpa / Soeren Stache

Saarbrücken/Frankfurt. Erstmals seit Jahren ist die Zahl der Organspender bundesweit gestiegen. Die Warteliste bleibt aber  lang.

Nach langem Abwärtstrend ist die Zahl lebensrettender Organspenden in Deutschland erstmals wieder deutlich gestiegen. Im vorigen Jahr überließen 955 Menschen nach ihrem Tod Organe für schwerkranke Patienten, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Freitag mitteilte. Das war ein Plus von knapp 20 Prozent im Vergleich zu 2017 und der erste größere Anstieg seit 2010. Konkret wurden von 955 Spendern 3113 Organe für Transplantationen vermittelt. Jeder Spender habe im Durchschnitt drei Patienten eine neue Lebenschance geschenkt, erläuterte die DSO.

Auch im Saarland stieg 2018 die Zahl der Organspender: um zwei auf 18 Menschen. 56 Nieren, Lebern und andere innere Organe wurden für eine Transplantation freigegeben – neun mehr als 2017. Im Saarland nimmt die Zahl der Spender im Unterschied zum Bundestrend bereits seit Jahren stetig zu.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte: „Endlich gibt es wieder mehr Organspender. Unsere Kampagnen zeigen Wirkung. Auch die Debatte um die Widerspruchslösung sorgt dafür, dass sich mehr Menschen Gedanken über dieses Thema machen.“ Spahn verwies darauf, dass der Bundestag über Gesetze für Bedingungen „für noch mehr Organspenden“ beraten wolle. Die aktuellen Zahlen seien nicht gut genug. Derzeit warten laut DSO in Deutschland rund 9400 Patienten auf ein Spenderorgan. Im Saarland sind es 97.

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