Nach Poggenburgs Austritt

AfD spaltet sich vor Europawahl auf

Bislang bedienten André Poggenburg (l.) und Björn Höcke gemeinsam das rechte Lager der AfD. Jetzt hat Poggenburg seinen Parteiaustritt erklärt. FOTO: dpa / Jens Büttner

Berlin. Mit viel Schwung wollte die AfD auf ihrem Parteitag im sächsischen Riesa das Wahljahr 2019 einläuten. Doch der Start gestaltete sich holprig.

Paukenschlag bei der AfD: Der rechtsnationale Politiker André Poggenburg hat die Alternative für Deutschland mit sofortiger Wirkung verlassen und den Parteivorstand zum Abschied scharf kritisiert. Der Landtagsabgeordnete aus Sachsen-Anhalt und einstige Landesparteichef, der in der Vergangenheit immer wieder durch verbale Entgleisungen auffiel, hat der „Welt“ zufolge bereits eine neue Partei gegründet: Mit ihr wolle er im Herbst bei den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg antreten.

Die Differenzen mit der AfD-Parteiführung in Berlin hätten „letztlich ein unüberbrückbares Ausmaß angenommen, sodass ich mich dazu entschieden habe, meinen politischen Kampf für dieses Land außerhalb der AfD weiterführen zu müssen“, sagte Poggenburg der „Welt“. Zudem habe die Partei Wahlversprechen gebrochen, weshalb ihm nur der Austritt geblieben sei. Poggenburgs Fazit: „Sie wird oft nicht mehr als wirklich patriotische Alternative wahrgenommen und hat diesbezüglich stark an Glaubwürdigkeit verloren.“

Ganz anders werden soll das dem Bericht zufolge mit jener Partei, die der 43-Jährige am Donnerstag in Sachsen gegründet habe – unter dem Namen „Aufbruch deutscher Patrioten – Mitteldeutschland“. In der Nacht postete er auf seiner Facebook-Seite bereits Fotos, die Namen und Logo der neuen Gruppierung zu zeigen scheinen.

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