Tarife öffentlicher Dienst

Noch keine Einigung im Tarifstreit

Vor dem Start der dritten Verhandlungsrunde im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst unterhielt sich Innenminister Horst Seehofer (CSU, r) mit den Demonstranten FOTO: dpa / Ralf Hirschberger

Potsdam. Nach den Warnstreiks im öffentlichen Dienst soll schon bald wieder Ruhe einkehren. Die Verhandler zeigen sich kompromissbereit.

Nach einem optimistischen Start in die wohl entscheidende Tarifrunde für den öffentlichen Dienst ist eine grundsätzliche Annäherung vorerst ausgeblieben. Bei Höhe und Struktur eines möglichen Abschlusses gebe es nach wie vor unterschiedliche Positionen, sagte Innenminister Horst Seehofer (CSU) gestern Abend in Potsdam. Er ist der Verhandlungsführer des Bundes bei dem Tarifpoker für 2,3 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen.

„Wir haben uns ein Stückchen nach vorne bewegt“, sagte Seehofer. Aber: „Es muss noch viel gerechnet werden.“ Bis heute Mittag sollten Arbeitsgruppen Annäherungsmöglichkeiten ausloten, dann sollen sich die Verhandlungsführer wieder treffen.

Dennoch stehen die Zeichen nach den massiven Warnstreiks der vergangenen Tage auf Einigung. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite zeigten sich gestern optimistisch, dass ein Durchbruch gelingt. Warnstreiks und eine insgesamt anhaltend gute wirtschaftliche Entwicklung sind offensichtlich nicht ohne Wirkung auch auf die Arbeitgeberseite geblieben.

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