Schwere Unwetter

Strom aus, Saarland unter

Chaos zwischen Dillingen und Wallerfangen: Ein Erdrutsch auf der L 170 begrub zwei Autos unter sich. FOTO: Ruppenthal

Saarbrücken. Die jüngsten Unwetter haben vielerorts Verwüstung hinterlassen. Die Landesregierung verspricht mehr Hilfe – und ein Wetterexperte warnt.

Es ist der erste Tag im Juni, die Nacht von Donnerstag auf Freitag. Uwe Quack kann seinen Augen nicht trauen. Der Regen reißt nicht ab, Blitze schlagen ein. „Es war wie im Film.“ Seine Mutter kann er noch in Sicherheit bringen. Fünf Minuten später steht die Wohnung unter Wasser.

Szenen, wie sie viele Kleinblittersdorfer wie Quack Anfang des Monats erlebt haben. Ein Facebook-Video, das bislang fast 18 000 Nutzer angeclickt haben, zeigt einen reißenden Fluss, der wenige Stunden zuvor noch eine Straße war. Autos treiben wie Spielzeug im Wasser.

In der Nacht zum 1. Juni erfasst die Messstation am Saarbrücker Flughafen innerhalb von zwölf Stunden eine Regenmenge von 66 Litern pro Quadratmeter – laut Deutschem Wetterdienst die Regenmenge eines ganzen Monats. Ein Rekord mit Folgen: 800 Mal ist die Feuerwehr im Einsatz.

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