Fall aus Kreis Mettmann

Bei Rauchmeldern darf Eigentümergemeinschaft für alle entscheiden

Ein Mann drückt auf den Prüfknopf eines Rauchmelders (Symbolbild).FOTO: dpa / Franz-Peter Tschauner

Rauchmelder in Wohnungen sind gesetzlich vorgeschrieben und können Leben retten. Ein Streit um den Einbau und die Zuständigkeit in Gebäuden mit mehreren Eigentumswohnungen im Kreis Mettmann hat nun den Bundesgerichtshof in Karlsruhe beschäftigt.

Eine Eigentümergemeinschaft kann den Einbau und die Wartung von Rauchmeldern für alle Wohnungen eines Hauses beschließen. Dies gelte auch dann, wenn Eigentümer einzelner Wohnungen bereits Rauchmelder angebracht haben, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Freitag. Er wies damit die Revision von Wohnungseigentümern aus dem Raum Mettmann zurück, die mit ihrer Klage gegen den Beschluss einer insgesamt 32 Wohnungen umfassenden Eigentümergemeinschaft bereits in den Vorinstanzen gescheitert waren (Az. V ZR 273/17).

Der Beschluss entspreche ordnungsmäßiger Verwaltung, sagte die Vorsitzende Richterin Christina Stresemann. Einbau und Wartung für das gesamte Gebäude in eine Hand zu legen, gewährleiste ein hohes Maß an Sicherheit.

Die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer kann dem Urteil zufolge mit einem Beschluss zur einheitlichen Anschaffung sicherstellen, dass die Geräte den Normen entsprechen und von qualifiziertem Fachpersonal eingebaut und gewartet werden. Das minimiere versicherungsrechtliche Risiken und sei für die Verwaltung übersichtlicher.

(hsr/dpa)
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