Neue Erkenntnisse

Rheinland-Pfalz wegen Blauzungenkrankheit zur Sperrzone erklärt

Die Blauzungenkrankheit befällt neben Rindern auch Schafe und Ziegen. FOTO: picture-alliance/ dpa / Salome Kegler

Trier/Koblenz/Mainz. Für den Menschen gilt sie als ungefährlich. Für Viehzüchter im Land bringt die Tierkrankheit aber schwierige Zeiten mit sich: Transport und Handel von Rindern, Schafen und Ziegen wird mindestens zwei Jahre lang eingeschränkt.

Die Blauzungenkrankheit ist in Rheinland-Pfalz erstmals seit zehn Jahren wieder nachgewiesen worden. Das gesamte Bundesland wurde deshalb am Freitag zum Sperrgebiet erklärt, wie der Sprecher des Landesuntersuchungsamtes (LUA), Achim Ginkel, in Koblenz berichtete.

Die Viruskrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) sei in einem Rinderbestand im Kreis Trier-Saarburg entdeckt worden (die Saarbrücker Zeitung berichtete). Ein Kalb war bereits vorsorglich getötet worden. Ob weitere Tiere geschlachtet wurden, stand zunächst nicht fest. Das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald hatte am Freitag den Verdacht des LUA bestätigt. Zwei andere Verdachtsfälle aus Zweibrücken und den Saarpfalz-Kreis würden noch im FLI untersucht, sagte Ginkel.

Die Blauzungenkrankheit kann vor allem Schafe, Ziegen und Rinder befallen. Für den Menschen gilt sie als ungefährlich. Sie wird über kleine blutsaugende Mücken zwischen den Tieren übertragen.

(dpa)
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