Bombenleger

Wieder Sprengfalle in der Pfalz entdeckt

Vor dem Haus des Arztes, der bei einer Explosion ums Leben kam, liegen Blumen und sind Kerzen abgestellt. Ein toter Landschaftsgärtner steht unter Verdacht, den Arzt mit einer Sprengfalle getötet zu haben. FOTO: dpa / Oliver Dietze

Enkenbach-Alsenborn. Es klingt wie ein Alptraum: Die Polizei hat in der Pfalz erneut eine Sprengfalle gefunden. Wieder hat es jemanden getroffen, der mit dem mutmaßlichen Täter geschäftlich Probleme hatte.

Nachdem bereits ein Mann durch eine Sprengfalle getötet und eine Frau und ihr Kind verletzt wurden, hat die Polizei in der Pfalz erneut eine tückische Vorrichtung entdeckt. Ermittler der Sonderkommission fanden am Mittwoch in einem Carport in Fischbach ein professionell manipuliertes Holzscheit, wie die Polizei mitteilte. Aufgrund der hohen Gefährlichkeit sei der Gegenstand noch vor Ort gesprengt worden.

In dem dazugehörenden Haus sei niemand gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Hausbesitzerin halte sich derzeit in den USA auf. Auch in diesem Fall habe zwischen der Frau und dem möglichen, bereits gestorbenen Täter „eine konfliktbelastete geschäftliche Verbindung“ bestanden.

Im Verdacht steht ein Landschaftsgärtner aus Mehlingen. Der Mann war am Freitag tot in seinem Haus gefunden worden. Er soll im Streit einen Arzt in Enkenbach-Alsenborn mit einer Sprengfalle getötet und eine Mutter mit ihrer Tochter im benachbarten Otterberg verletzt haben.

(dpa)
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