Saarland

Die Saar – ein Fluss und seine Geschichte(n)

Die Saarschleife ist wohl der bekannteste Abschnitt der Saar, sie spielt deshalb auch in dem neuen SR-Film über den Fluss eine Rolle. FOTO: SR

Saarbrücken. Ein Film des Saarländischen Rundfunks wirft ein Licht auf den Strom im Wandel der Geschichte. Ausstrahlung am Sonntag.

Die Saar. Von ihren Quellen in den Vogesen fließt sie bis zur Mündung in die Mosel bei Konz. Dabei mäandert sie recht natürlich 121 Kilometer durch Lothringen und das krumme Elsass, 68 Kilometer strömt sie als Arbeitsfluss durch das Saarland und kurvt pittoresk schöne 31 Kilometer durch Rheinland-Pfalz. Seit etwa 10 000 Jahren liegt sie in ihrem Bett. Zahlen, die auch im neuen Dokumentarfilm des Saarländischen Rundfunks auftauchen. Nicht zuletzt heißt er: „Die Saar – Ein Fluss und seine Geschichte“. Thomas Radler hat sich als Autor und Produzent der „Sarre“ angenommen. Die Redaktion beim SR haben Peter M. Kruchten und Kerstin Woldt. Am Sonntag läuft der Film im SR (20.15 Uhr).

Der Filmemacher aus Wiesbaden erzählt die Geschichte der Saar fließend – und bei gutem Wetter. Gerne mit Drohnenaufnahmen. Beginnend am Donon – an den Quellen der Roten und Weißen Saar. Ein Flug über den Gipfel des Quellbergs. So schön wie eine Fototapete, die sich dazu noch bewegt. Diese Bildsprache soll sich durch den kompletten Film ziehen. 90 Minuten. Immer im rechten Licht. Immer schön. Unterbrochen von Archivmaterial. Meist in Schwarz und Weiß.

Begleitet von Menschen, die an der Saar leben – wie OIivier Kirsch in einem Schleusenhaus am Saarkanal. Sein Leben dokumentiert das Grenzübergreifende der Saar. Der Film erzählt auch von Menschen, die mit dem Fluss leben, wie Angler oder Gemüsebauern. Oder von Schleusenwärtern und einem Fährmann, die am Fluss arbeiten. Oder von Menschen, die auf dem Fluss aufleben: wie Séverine und Philippe Potier vom Kayak Club Sarrebourg. Der Film berichtet auch von Menschen, die von dem Fluss leben. Wie Müller Roger Roeser. Seine Mühle nutzt in Harskirchen als letzte noch die Wasserkraft der Saar, um Mehl zu mahlen. Vor 400 Jahren sind es mehr als 50 Mühlen, die an der Saar in Frankreich am Mühlrad drehen. Das berichtet die Doku nicht. Sie hat zwar die „Geschichte der Saar“ im Titel, erzählt aber eher die „Geschichten“ der Menschen, die heute an ihr leben. Kelten, Römer, Franken und Mittelalter oder Fürsten spielen nicht wirklich eine Rolle in der Dokumentation.

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