Heringsessen

Heute ist der Heringstag des Jahres

Homburg. Die Fischgründe sind am Aschermittwoch nicht leer gefischt, denn die Heringe sind schon längst eingelegt und präpariert worden. Normalerweise bevorzugen die Feinschmecker Matjes, aber auch der alte Salzhering kommt wieder.

Heute steht in Kantinen, Gaststätten, Vereinsheimen und privaten Küchen hauptsächlich ein Traditions-Gericht auf dem Speiseplan: Hering! Wir fragten nach, was die ernüchterten Fastnachter heute bevorzugen. Oftmals sind es sogar wieder die alten Salzhering-Rezepte aus Omas Küche.

Hering gibt es heute nicht nur in den Kantinen und Vereinshäusern, sondern auch bei politischen Veranstaltungen und in Feinschmecker­restaurants. Für den Hering am Aschermittwoch gibt es zwei Gründe. Zum einen stehen die salzigen und in eine leicht säuerliche Soße eingelegten Heringe in dem Ruf, dem Körper nach dem Alkoholgenuss wieder die notwendigen Mineralien zuzuführen und damit den
dicken Kopf zu beheben.

Zum anderen haben Fische als Fastenspeise eine lange Tradition, denn nach der katholischen Fastenregel sind nach Aschermittwoch für 40 Tage weder Alkohol noch Fleisch von warmblütigen Tieren zum Verzehr erlaubt, daher hat sich als Alternative das Fischgericht verbreitet. Schnaps und Bier dürfen übrigens am Aschermittwochstag zum allerletzten Mal noch getrunken werden, das Bier soll für das Gedeihen der Gerste sorgen, der Schnaps die Mücken vertreiben.

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