Gemeinderat Kirkel aktuell

Burgruine erhält zweiten Rettungsweg

Die Burgweynacht gehört zu den drei Großveranstaltungen auf der Kirkeler Burg. Mit dem „Ja“ im Gemeinderat zum zweiten Rettungsweg scheinen deren Zukunft nun gesichert. FOTO: Thorsten Wolf

Kirkel. Die Zustimmung für das Projekt im Gemeinderat sichert die Zukunft der Veranstaltungen am Kirkeler Wahrzeichen.

Wenn es um bekannte Ortsmarken in der Gemeinde Kirkel geht, dann werden natürlich immer auch der Altstadter Turm und die Limbacher Mühle genannt. Tatsache ist aber, dass vor allem die Burgruine im Ortsteil Kirkel-Neuhäusel für viele außerhalb der Gemeinde das eigentliche Wahrzeichen Kirkels ist. Und dessen Zukunft stand gestern im Zentrum der Gemeinderatssitzung. Denn: Der Rat hatte zu entscheiden, ob an der Anlage ein zweiter Rettungsweg gebaut wird oder nicht. Am Ende entschieden sich die Ratsmitglieder bei vier Enthaltungen aus Reihen der CDU und der Grünen für das Projekt. Damit sind nach aktuellem Stand auch für das Jahr 2019 alle traditionellen Veranstaltungen auf der Burg gesichert. Hätte sich der Rat gegen den Bau entschieden, hätte das auf jeden Fall das Aus für die großen Events wie Mittelaltermarkt, Handwerkermarkt mit Weinfest und Burgweynacht bedeutet.

Doch worum ging es im Detail? Natürlich um die geforderten Sicherheitsanforderungen bei Veranstaltungen auf der Burg. Auf Basis der aktuellen Rechtslage gibt es Auflagen der Unteren Bauaufsicht (UBA) des Saarpfalz-Kreises. Diese besagen, dass für Veranstaltungen bis 200 Besucher kein zweiter Rettungsweg erforderlich ist. Damit sind Veranstaltungen wie die Burgerstürmung an Fastnacht, die Burgsommer-Kampagnen für Schulen und als Sommerprogramm, das Burg-Open-Air und das Open-Air-Kino mit der gegenwärtigen Infrastruktur zwar weiterhin durchführbar – es muss aber ein entsprechendes Sicherheitskonzept vorliegen. Eben dieses, so die Gemeindeverwaltung, bedeute aber einen enormen Mehraufwand. Damit stünden Kosten und Nutzen dieser Veranstaltungen in der Regel nicht mehr sinnvoll zueinander. Für die besagten Großveranstaltungen, so die UBA, sei ein zweiter Rettungsweg hingegen zwingend notwendig.

In ihrer Sitzungsvorlage hatte die Gemeindeverwaltung vor den Folgen eines „Nein“ zum zweiten Rettungsweg gewarnt. „Dies führt neben einem Imageverlust für die Gemeinde natürlich auch zu wirtschaftlichen Einbußen. So finanziert der Förderkreis Kirkeler Burg durch die Einnahmen an den Festivitäten die Brunnenausgrabung und die Transskription der Kellereirechnungen.“

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