Buchvorstellung

Neues Buch vertieft Wissen über Ingobertus

Die Herausgeberin des Ingobertus-Buchs, Elke Sonn (Zweite von rechts), am vergangenen Samstag beim Signieren eines Buches nach dessen Vorstellung in der Martin-Luther-Kirche. Mit dabei (von links): Verleger Stefan Wirtz, Ortsvorsteher Ulli Meyer und Werner Sonn. FOTO: Cornelia Jung

St. Ingbert. Sammelband von Elke Sonn über den Namensgeber St. Ingberts belegt trotz weniger historische Quellen die „Präsenz“ des Heiligen.

Viele St. Ingberter waren am vergangenen Samstag in die Martin-Luther-Kirche gekommen, um der Vorstellung eines ganz besonderen Buches beizuwohnen. Über 30 Jahre lang hatte sich Elke Sonn mit Fakten und „Legenden“ zur Figur des Ingobertus befasst, die nun in einem kleinen Büchlein, das im St. Ingberter Conte-Verlag erschienen ist, nachzulesen sind. Ingobertus als „Gründervater“ der Mittelstadt sorgte vor einiger Zeit für Schlagzeilen, als eine Skulptur, ihm zu Ehren, wegen ihres Standortes und Aussehens zum Streitobjekt einiger wurde. An ihr schieden sich die Geister. Jenen, aber nicht nur ihnen, kann man die Lektüre des Buches, das den Untertitel „Vom Pilger zum Patron“ trägt, wärmstens empfehlen.

Denn in ihm kommt nicht nur der promovierte Historiker Markus Gestier zu Wort, indem er die historische Figur des heiligen Ingobert oder Angilbert in den jeweiligen geschichtlichen Kontext stellt, sondern auch Franz Vogelgesang und Werner Sonn. Der eine, Domkapitular in Speyer und Freund des Steinbildhauers und Skulpturenschöpfer Rupert Fieger, der andere ehemaliger Pfarrer der Martin-Luther-Kirche in St. Ingbert. Beiden wird die Diskussion um das steinerne Kunstwerk, die sich verselbstständigte und zum Politikum wurde, nicht geheuer gewesen sein.

Liest man im Buch über den Künstler und sein St. Ingberter Werk, werden die Querelen um den vom Kreisel verbannten, auf dem Bauhof zwischengelagerten und nun auf einer Wiese vor Sengscheid stehenden Sandstein-Ingobertus noch unverständlicher. Familie Sonn mochte die unwürdigen Worte und Zeilen über die Ingobertus-Statue, die es 2013 zuhauf gab, nicht ertragen und kaufte sie anonym „frei“.

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