Notstand bei Saarbrücker Berufsfeuerwehr

Amtsärzte können nicht alle Feuerwehrleute rechtzeitig untersuchen

Saarbrücken. Wenn die Frist des Oberverwaltungsgerichts (OVG) in Saarlouis am heutigen Dienstag um 12 Uhr abläuft, dann haben Amtsärzte längst nicht alle krankgeschriebenen Beamten der Saarbrücker Berufsfeuerwehr untersucht.

Das teilt Lars Weber mit, Pressesprecher beim für diese Aufgabe verantwortlichen Regionalverband Saarbrücken. Drei Mediziner seien zwar im Dienst, die wegen dieses richterlichen Auftrags bereits zuvor anberaumte Termine verschoben hätten. „Eine Untersuchung dauert etwa 45 bis 60 Minuten.“ So könne jeder Arzt „acht Untersuchungen pro Tag leisten“. Das bedeute aber: Von Montag bis Dienstagmittag seien 36 Kontrollen möglich.

Allerdings sind zurzeit 90 Kollegen der einzigen kommunalen Berufswehr im Saarland nicht auf ihrer Dienststelle, weil ihnen Hausärzte Atteste zur Arbeitsunfähigkeit ausstellten. Und das OVG wollte überprüfen lassen, ob dabei wirklich alles mit rechten Dingen zugeht.

Zu ersten Ergebnissen wollte sich der Regionalverbandssprecher aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht äußern. Unterdessen erklärt Stadtsprecher Thomas Blug, dass das OVG von Saarbrücken fristgemäß die geforderte Stellungnahme zum Krankenstand erhalten werde.


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