Saarbrücken

Gutachten zu LSVS-Finanzen kostet rund 500 000 Euro

Nach mehr als 15 Monaten liegt das Gutachten  zu den LSVS-Finanzen vor. FOTO: BeckerBredel

Saarbrücken. Viel Lesestoff hat der Saarbrücker Wirtschaftsforensiker Michael Harz (Projure GmbH) an den im Skandal um den Landessportverband Saar (LSVS) ermittelnden Oberstaatsanwalt Eckhard Uthe adressiert.

Nach mehr als 15 Monaten liegt das Gutachten  zum Finanzgebaren und möglicher Haushaltsuntreue bei dem Verband vor. Dies bestätigte Pressestaatsanwalt Mario Krah. Der Umfang der Expertise wird mit etwa 900 Seiten plus Anlagen angegeben.

Harz war im Dezember 2017 eingeschaltet worden. Er sollte nach Auswertung von Bilanzen und beschlagnahmter Buchhaltunsunterlagen Fragen zu Höhe und Ursachen des Millionen-Defizits in den LSVS-Kassen und den Etatüberschreitungen  beantworten. Er sollte zudem klären, welche Aktivitäten einzelner Personen zu der prekären Finanzlage führte. Zum Ergebnis des Gutachtens machte Krah keine Angaben. „Das sehr umfangreiche Gutachten ist zunächst erst auszuwerten.“ Die Kosten für die Expertise des bundesweit anerkannten Wirtschaftsforensikers werden derzeit mit mindestens 500.000 angegeben. Eine Schlussrechnung liegt noch nicht vor.

Einen voraussichtlichen Termin für den Abschluss der Ermittlungen wegen Haushaltsuntreue gegen die LSVS-Präsidiumsmitglieder konnte Krah nicht nennen. Oberstaatsanwalt Uthe wird am Dienstag im LSVS-Untersuchungsausschuss erneut als Zeuge gehört.


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