Wald

Borkenkäfer beschäftigt Waldbesitzer

Der Borkenkäfer hat Schäden auch in den privaten Wäldern im Saarland angerichtet. FOTO: Klaus Borger

Merzig. Aktuelle Themen und Neuwahlen standen bei der Forstbetriebsgemeinschaft Saar-Hochwald auf dem Programm.

In der jüngsten Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Saar-Hochwald (FBG) ist unter anderem der Vorstand neu gewählt worden. Der bisherige Vorsitzende Klaus Borger wird mit Unterstützung der beiden stellvertretenden Vorsitzenden, Manfred Mautes aus Merzig und Reinhard Junker aus Tholey, dem Kassenführer Christian Diedrich aus Weiskirchen, dem Schriftführer Helmut Lauermann aus Losheim am See und den Beisitzern – Jennifer Wolmeringer (Wadern), Manfred Barth (Weiskirchen), Frank Gubernator (Weiskirchen), Dieter Weber (Beckingen) und Klaus Zimmer (Besseringen) – die Geschicke des Vereins weiter führen.

„Eine besondere Freunde ist es, dass mit Jennifer Wolmeringer erstmals in der 30-jährigen Geschichte der Forstbetriebsgemeinschaft eine engagierte Waldbesitzerin dem Vorstand angehört, denn Liebe zum Wald und Engagement für eine naturnahe Waldpflege ist etwas, was nicht nur Männern vorbehalten ist“, sagte Klaus Borger. Neben den Vorstandswahlen war die aktuelle und zu erwartende Borkenkäfersituation ein Schwerpunktthema der Mitgliederversammlung. Der Vorsitzende warb in seinem Vortrag dafür, nicht in Panik zu verfallen und schon gar nicht zu versuchen, mit Anbauexperimenten mit vermeintlich klimatoleranten Baumarten auf die Schäden zu reagieren. Alle großflächigen Anbauversuche der Vergangenheit seien kläglich gescheitert und bei der ebenfalls nicht heimischen Douglasie, insbesondere in Form von Monokulturen, gebe es aktuell Besorgnis erregende Entwicklungen.

„Besser ist es mit den Baumarten, die sich bei uns über Jahrtausende bewährt haben, zu arbeiten. Natürlich können dabei auch andere, im Saarland nicht heimische Baumarten, wie Douglasie, Lärche, ja sogar Fichte als Naturverjüngung, einen gewissen Anteil in einem Laubmischwald haben. Auch die besonders verbissgefährdete Weißtanne kann an geeigneten Standorten den Laubmischwald ergänzen. Arten- und strukturreiche Mischwälder sind wesentlich stabiler gegen Störungen, seien es klimatische wie Sturm oder Hitze oder biotische – zum Beispiel Borkenkäfer. Das ist zwischenzeitlich mehr als bekannt“, erklärt Borger. Die FBG habe schon 2008 ein Klimawaldprogramm mit entsprechenden Empfehlungen aufgelegt.

(jen)
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