Feuerwehr zieht Bilanz

Kritische Töne beim Neujahrsempfang

Beim Busbrand am 13. Juli auf der Autobahn 8 zwischen Schwemlingen und Perl-Borg war die Feuerwehr Merzig im Einsatz. FOTO: mzg

Merzig. Auf stolze Zahlen konnte der Löschbezirk Merzig beim Neujahrsempfang verweisen. Doch es wurde auch Kritik am Verhalten einiger Bürger geübt.

Der Löschbezirk Merzig war im vergangenen Jahr 246 Mal im Einsatz und kann somit auf ein besonders arbeitsreiches Jahr zurückblicken. „Das ist die höchste Zahl in der Geschichte des Löschbezirks“, wie Joachim Maxheim beim traditionellen Neujahrsempfang der Merziger Feuerwehr ausführte. „Wenn wir gerufen werden, fahren wir zu jedem Einsatz, egal wohin, aus welchem Grund, zu jeder Tages- und Nachtzeit“, betonte der Merziger Löschbezirksführer.

Überwiegend waren die Alarmierungen gerechtfertigt, die Hilfe der Feuerwehr wurde benötigt und die Geschädigten zeigten sich überwiegend dankbar für die Hilfe durch die Feuerwehr. „Aber die Frage muss auch einmal erlaubt sein, ob es immer notwendig war oder eine Selbsthilfe den gleichen Erfolg gebracht hätte“, gab Joachim Maxheim in diesem Zusammenhang zu bedenken. Er stellte die Frage in den Raum, ob es unbedingt notwendig sein müsse, Feuerwehrleute, die am nächsten Morgen wieder ihrer Arbeit nachgehen müssen, um den Schlaf zu bringen, nur wenn man sich ausgesperrt hat oder die Mülltonne vor dem Haus qualmt. Ein Schlüsseldienst beziehungsweise ein Eimer Wasser hätte es in den meisten Fällen dann auch getan.

246 Einsätze – das sind rund 2700 Stunden, die die Merziger Feuerwehrleute im Dienst für die Bürger aufbrachten. Insgesamt leistete der Löschbezirk im vergangenen Jahr gar über 16 300 ehrenamtliche Stunden. 35 Übungen, 28 Lehrgänge und Seminare sowie drei Großübungen schlagen dabei zu Buche. In vorbeugendem Brandschutz verzeichnet der Löschbezirk Merzig 94 Einsätze im Bereich von Feuersicherheitswachen, Ordnungsdienste und Bereitschaften. Im Rahmen der Brandschutzerziehung erlernten 430 Kinder und 40 Erwachsene das richtige Verhalten im Brandfall sowie den sachkundigen Umgang mit dem Feuerlöscher. In diesem Zusammenhang würdigte Löschbezirksführer Maxheim auch die wichtige, aber aufwendige und zeitintensive Arbeit der Gerätewarte und der Atemschutzwerkstatt.

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