Merzig/Losheim

Schüler-Beiträge wider das Vergessen

Merzig. Gedenkfeiern in Merzig und Losheim erinnern heute an die Pogromnacht von 1938.

Der Geschehnisse der Novemberpogrome 1938 gedenkt man im Kreis Merzig-Wadern in Merzig und Losheim. Die Gedenkveranstaltung der Stadt Merzig findet heute, Freitag, 9. November, um 11 Uhr am Gedenkstein in der Synagogenstraße in Merzig statt. In Losheim erinnert, ebenfalls am Freitag um 11 Uhr, eine Veranstaltung mit zwei kurzen Vorträgen an den beiden Stolpersteinen im Ort sowie an der Eisenbahnhalle an die Ereignisse vor 80 Jahren.

Die Novemberpogrome in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 – auch (Reichs-) Kristallnacht genannt – markieren den Übergang des nationalsozialistischen Regimes von der Diskriminierung der deutschen Juden zu ihrer systematischen Verfolgung, die letztlich zum Holocaust führte. In Merzig gestalten Schüler des Gymnasiums am Stefansberg die Gedenkstunde mit Textbeiträgen aus Geschichte und Literatur unter dem Motto „Remember 1938“ mit.

In Losheim gestaltet eine Schülergruppe der Peter-Dewes-Gemeinschaftsschule die Gedenkveranstaltung mit. Start ist um 11 Uhr bei der Eisenbahnhalle Losheim, einstmals Betriebshalle der Merzig-Büschfelder-Eisenbahn, von der aus in Losheim die Hetzjagd auf die beiden jüdischen Familien Herrmann und Hanau ihren Anfang nahmen. Von dort aus geht es zu den für die Familien gesetzten Stolpersteinen in der Diedenhofener Straße 53 (ehemals Wohnstätte der Familie Herrmann) sowie in der Hochwaldstraße 33 (ehemals Wohnstätte der Familie Hanau). Im Anschluss an die offiziellen Beiträge ist im Foyer des Saalbaus ein kleiner Umtrunk mit Erfrischungsgetränken vorgesehen.


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