Merzig

Wie sicher ist es wirklich in der Stadt Merzig?

Der Brand in der Merziger Saline hat die Diskussion um die Sicherheit in Merzig angetrieben.FOTO: Ruppenthal

Merzig. Dietmar Maus von der Polizei Merzig hat im Stadtrat die Kriminalitäts-Statistik vorgestellt. Insgesamt gibt es immer weniger Straftaten.

In der jüngsten Sitzung des Merziger Stadtrates stand ein Thema auf der Tagesordnung, das seit Wochen für Debatten in der Stadt sorgt: die Sicherheitslage in der Kreisstadt. Diverse Vorfälle in den vergangenen Monaten haben dazu beigetragen, dass das Sicherheitsempfinden der Menschen in Merzig Schaden zu nehmen droht, sagte Bürgermeister Marcus Hoffeld einleitend: „Es gab Taten im Stadtgebiet, die uns allen nicht gefallen.“ Er wies darauf hin, dass Verwaltung und Rat gemeinsam schon verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht hätten, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, etwa die Aufstockung des kommunalen Ordnungsdienstes von zwei auf sechs Personen oder die ersten Schritte zu einer punktuellen Videoüberwachung.

Was aber sagt, jenseits von subjektiven Eindrücken, die Kriminalitäts-Statistik zur Entwicklung der Straftaten in der Stadt? Hierzu hatten sich Verwaltung und Rat einen Experten hinzugezogen, der die Zahlen und auch die meisten Fälle dahinter aus nächster Nähe kennt: Dietmar Maus, stellvertretender Leiter der Polizei-Inspektion Merzig. Der Polizei-Hauptkommissar räumte ein, dass die Verunsicherung in weiten Teilen der Bevölkerung gewachsen sein dürfte: „Spätestens seit dem Brand der Saline im Stadtpark Ende letzten Jahres ist das Thema in Merzig hochgekocht.“ Allerdings habe sich die Situation aus seiner Sicht nicht wesentlich verschärft, hielt Maus gleich fest: „Die Merziger Bürger sind im Moment ebenso sicher, wie sie es vor zehn oder 15 Jahren waren.“

So zeige ein Blick auf die Zahlen des Jahres 2017, die derzeit aktuellsten, die bereits abschließend bearbeitet sind, dass es in jenem Jahr bei den polizeilich bekannt gewordenen Straftaten einen Rückgang um etwa drei Prozent gegeben habe. Das Zahlenmaterial, das bislang für das vergangene Jahr vorliege, biete ein eher uneinheitliches Bild, sagte Maus: „Die Zahlen für 2018 zeigen einerseits einen deutlichen Rückgang bei den Taschendiebstählen, andererseits aber auch eine leichte Erhöhung der Fälle von Körperverletzungen auf öffentlichen Straßen und Wegen.“

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