Grüne Lunge

Bürger machen sich für Stadtpark stark

Der Interessengemeinschaft Stadtpark Neunkirchen geht es um den Erhalt des Rosengartens am oberen Ende des Parkes unmittelbar vor dem Polizeigebäude in der Falkenstraße.FOTO: TKN / Christian Rau

Neunkirchen. Die Bürgerinitiative Stadtpark Neunkirchen wehrt sich gegen den Bau einer weiteren Kindertagesstätte dort. Es gebe Alternativen, sagt BI-Sprecher Peter Baranec.

Noch ist nichts beschlossene Sache. Fakt ist aber, dass die Neunkircher Stadtverwaltung angesichts des Mangels an Betreuungsplätzen gerne rasch mit dem Bau einer zusätzlichen Kindertagesstätte beginnen möchte (die SZ berichtete). Ins Visier der Planer ist dabei der Stadtpark geraten, wo es bereits die Kita Regenbogen gibt. Die liegt im unteren Bereich der Grünanlage. Jetzt wird der obere Teil, wo auch der Rosengarten liegt, anvisiert. In unmittelbarer Nachbarschaft der Neunkircher Polizeiinspektion in der Falkenstraße, der Feuer- und Rettungswache könnte die Kita auf städtischem Gelände errichtet werden.

„Nicht mit uns“, sagt die Bürgerinitiative Neunkircher Stadtpark um Tatjana Linn, Mathias Busch und Peter Baranec. Mit der weiteren Verkleinerung des Parks und dem Verschwinden des Rosengartens würde das Wohl der Anwohner und zahlreichen anderen Nutzer der Anlage „existenziell bedroht“. Die SZ hat sich mit Peter Baranec am Hauptzugang des Parks an der doppelseitigen Treppe mit dem Denkmal „Mutter und Kind“ getroffen. Der Stadtpark hat etwas von einem, wenn auch kleinen, englischen Landschaftsgarten. Das Gelände fällt leicht ab, es öffnet sich der Blick über Neunkirchen in Richtung Eberstein. Ein Rundweg mit mehreren Bänken lädt zum Flanieren und Ausruhen ein.

„Würde der obere Bereich zugebaut, wird der Charakter der Grünanlage, die auch Frischluftschneise ist, zerstört“, mein die BI. Schon der Bau der Kita Regenbogen habe den Park viel Substanz gekostet. Was umso ärgerlicher sei, da die Kinder nur einen Teil des großen Freigeländes nutzen könnten. Der andere Teil unterhalb einer Böschung bedürfe einer Extra-Aufsicht, die die Kita nicht stellen könnte. In der Tat ist der untere Geländeteil mit Bändern abgesperrt, was man durch den Gitterzaun gut sehen kann.

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