Ortsrat

3500 Euro für Sprudel aus dem Spender

Ottweiler. Der Ortsrat Ottweiler diskutierte über Sanierung des Bürgerbüros, Sprudelspender und randalierende Jugendliche.

Es war das Investitionsprogramm 2018 bis 2022, an dem sich bei der Ortsratssitzung am Rathaus am Montagabend die Geister schieden. Während der Ottweiler Ortsvorsteher Michael Schmidt der Verwaltung dafür viel Lob zollte, „da kann der Aufwärtsschwung weiter gehen“, vermisst die SPD-Fraktion darin zukunftsweisende, innovative Ansätze. Gerade was barrierefreien Ausbau anbelangt oder in Sachen Tourismusförderung sehe man noch Handlungsbedarf. Ganz konkret störte sich Sprecher Alexander Weiß an der „Beschaffung von Tafelwasseranlagen für die Verwaltungsgebäude“ in Höhe von 3500 Euro, während beispielsweise die Musikschule Ottweiler nur 500 Euro erhält.

Rege diskutiert wurde über den Umbau des Bürgerbüros im Amt für Bürgerdienstleistungen, Kostenpunkt 52 000 Euro. Wie Bauamtsleiter Gerhard Schmidt ausführte, sind Großraumbüros aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht mehr zulässig. Weshalb man die vier Arbeitsplätze des Bürgerbüros nun entsprechend umgestalten müsse. Neben dem Einziehen von Trennwänden ist auch eine Erneuerung der Decke und des Bodenbelages notwendig – nach über 30 Jahren Nutzung. Die relativ große Summe kommt durch die Vielzahl der zu beauftragenden Gewerke zu Stande, argumentierte Schmidt. Auf allgemeines Interesse stieß der Hinweis von Friedel Budke (FWG), dass es bei der Agentur für Arbeit ein sogenanntes „Diskretionszimmer“ gibt – für Gespräche, bei denen es um „sensible Daten“ geht.

Ebenfalls leicht kontrovers diskutiert wurde die Zwischenlösung fürs Jugendzentrum Ottweiler. Nachdem im letzten Jahr der Hauseigentümer der Immobilie Bahnhofstraße 25 gewechselt hatte, waren die Räume zum 31. März gekündigt worden. Zu diesem Zeitpunkt wird das neue Domizil im Bahnhofsgebäude allerdings noch nicht bezugsfertig sein. Für die Übergangszeit würde sich eine Mitnutzung der Tenschstraße 11 anbieten. Das Gebäude wird derzeit nur von der Kochgruppe im Erdgeschoss genutzt. Vorhanden sind aber noch zwei weitere Etagen, die dem Juz zur Verfügung stünden. Da Kochgruppe und Juz in der Vergangenheit schon öfters kooperierten, halten es die Träger (Landkreis Neunkirchen, Diakonisches Werk und Stadt Ottweiler) für eine gute Lösung. Dem schloss sich Ortsvorsteher Schmidt an. Bedenken äußerten dagegen mehrere Ortsratsmitglieder, die „Randale“ in den Räumen befürchten und dann auch damit einher gehende Beschädigungen.

top