Schiffweiler Feuerwehrleute in Irland aktiv

Retten, löschen, schützen — sogar im Urlaub

Seite an Seite mit den Feuerwehrleuten aus Irland: Bernhard Schäfer (6. von links), daneben Markus Schorr und Christine Schäfer aus Landsweiler-Reden. FOTO:

Landsweiler-Reden. In Irland entdecken Feuerwehrleute aus Landsweiler-Reden einen Brand und helfen beim Löschen. Es war nicht ihr letzter Einsatz.

So ein Urlaub dient ja gemeinhin der Erholung. Was aber vier Urlaubern aus Landsweiler-Reden unlängst auf ihrem Trip durch Irland passiert ist, hat mit Erholung so gar nichts zu tun. Los geht es am Donnerstag vor einer Woche: Bernhard und Christine Schäfer fahren mit ihrer Tochter und Kumpel Markus Schorr vergnügt durch die Gegend um die irische Stadt Millstreet, als sie eine „unglaublich große Rauchsäule“ entdecken. Da alle vier Mitglieder bei der Feuerwehr in Landsweiler-Rede sind, wissen sie sofort, was zu tun ist: „Wir haben die Säule eingekreist und gesehen, dass ein großer Berg Heu auf einem Feld brennt“, erzählt Bernhard Schäfer. Klarer Fall: Die Feuerwehr muss alarmiert werden. „Das war ein Spaß, mit erweiterten Englischkenntnissen“, lacht Schäfer und fügt hinzu, dass man in Irland aufgrund anhaltender Trockenheit mittlerweile von der braunen, statt von der grünen Insel spricht. Es war also Eile geboten.

„Als die Feuerwehr kam, stiegen fünf Einsatzkräfte aus dem Löschfahrzeug. Wegen der Größe des Feuers kamen alle schnell an ihre Grenzen.“ Für die vier Urlauber ist sofort klar: Hier ist Unterstützung gefragt. Also packen alle vier mit an. Schäfer geht dem irischen Wehrführer beim Löschen zur Hand, die anderen werden mit Schaufeln ausgestattet, um Feuer und Glutnester auszuklopfen. „Das Feuer drohte, auf ein anderes Feld überzugreifen“, sagt Schäfer. Mit vereinten Kräften gelingt es aber, den Brand binnen einer halben Stunde zu löschen. „Das hat einfach gut geklappt. Alles ging Hand in Hand, ohne große Diskussionen. Jeder wusste, was zu tun war.“

Nicht nur die irischen Feuerwehrleute sind dankbar für die Unterstützung aus Landsweiler-Reden, sondern auch die Farmer, die mittlerweile eingetroffen sind. „Sie haben sich 1000 Mal bedankt und uns zur Tea-Time eingeladen. Eine Stunde saßen wir zusammen und haben unglaubliche Herzlichkeit erfahren“, erinnert sich Schäfer.

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