Aus dem Gemeinderat

Darum fahren Laster in die Sackgasse

Von der Neunkircher Straße kommend, warnen Schilder am Anfang der Straße Am Schlößchen in Spiesen: Sackgasse, Anwohner frei, Durchfahrt für Lkw verboten, keine Wendemöglichkeit für Lkw. Dennoch lotste in den zurückliegenden Monaten ein Online-Kartenfehler manch Fahrer in die Irre.FOTO: Claudia Emmerich

Spiesen. Anwohner der Straße Am Schlößchen in Spiesen haben sich seit geraumer Zeit gewundert. Am Freitag hörte der Gemeinderat die Erklärung. Das Ordnungsamt hatte recherchiert.

Eine Sackgasse sorgt für Aufregung. Wie am Freitagabend in der Sitzung des Gemeinderates Spiesen-Elversberg unter Anfragen zu erfahren war, hatten sich Anwohner der Straße Am Schlößchen im Ortsteil Spiesen bei der Verwaltung beschwert: In letzter Zeit würden Laster in die ausgewiesene Sackgasse Am Schlößchen reinfahren. Sie hätten dann größte Probleme zu wenden, wieder rauszukommen. Das sorge für Lärm, Dreck, blockiere Rettungswege. Ordnungsamtsleiter Wolfgang Kampa erinnerte sich gestern auf SZ-Nachfrage an den Fall eines polnischen Sattelschleppers, der eineinhalb Stunden festsaß. Die Ausgangslage: Von der Neunkircher Straße kommend, warnen Schilder am Anfang der Straße Am Schlößchen: Sackgasse, Anwohner frei, Durchfahrt für Lkw verboten, keine Wendemöglichkeit für Lkw.

Das Ordnungsamt habe recherchiert, berichtete Kampa dem Rat am Freitag weiter. Warum, so habe man sich zunächst gefragt, würden jetzt plötzlich die schweren Autos in diese Straße fahren? Vorher sei dies doch auch nicht der Fall gewesen. Also sei sowohl beim Landesamt für Vermessung, Geoinformation und Landesentwicklung in Saarbrücken als auch beim Bundesamt für Kartographie und Geodäsie in Frankfurt nachgefragt worden. Von beiden Stellen kam die Antwort, die Straße sei auf ihren Karten klar als Sackgasse ausgewiesen.

Dann ging die Verwaltung per Mail und selbst angefertigter Skizze an online-Kartendienste wie Google-maps und Navteq. Und siehe da, dort tauchte die Straße als frei hinein- und hinausfahrbar auf.  Die Anbieter wollten diese Fehlinformation korrigieren. Gute Nachricht für die genervten Anwohner.

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