Unterhaltsamer Vormittag

Unter Volldampf in den Ruhestand

Reiner Pirrung(3.v.r.), Bürgermeister von Spiesen-Elversberg, beim Neujahrsempfang. Rechts: Landrat Sören Meng, Schornsteinfeger Horst Matheis (li.) und Andrea Pirrung mit den Sternsingern Katharina, Emma und Anna-LenaFOTO: Andreas Engel

Spiesen-Elversberg. Für Reiner Pirrung war es sein letzter Neujahrsempfang als Bürgermeister von Spiesen-Elversberg. Ab Oktober kann er den Ruhestand genießen.

Die morgendlichen  Neujahrsempfänge der Gemeinde Spiesen-Elversberg  in der Glückauf-Halle sind üblicherweise eine entspannte Angelegenheit. So auch diesmal. Während die Snobs auf der Bühne den Sound der 60er-Jahre aufleben ließen, begrüßte Bürgermeister Reiner Pirrung  die Gästeschar, darunter auch viele Neubürger und eine kleine Abordnung der Sternsinger (Motto 2019 „Wir gehören zusammen – In Peru und weltweit“). Mit dabei im Unterhaltungsprogramm auch die Spiesen-Elversberger Sängerin Petra Williams. Weil ihr Begleitmusiker krankeitsbedingt nicht erschienen war, intonierte sie ihren Saarland-Song „Ung unn wild unn frei“ eben solo. Hut ab! Das Publikum klatschte mit und alles war gut.

Reiner Pirrung nahm die Gäste in seiner Ansprache unter der Überschrift „Schöne Aussichten“ mit auf eine Zeitreise zurück ins eben vergangene Jahr 2018 und vorwärts ins junge Jahr 2019. Ein Jahr, das für Spiesen-Elversberg ganz sicher eine Veränderung bringen wird. Der Christdemokrat Reiner Pirrung wird bekanntlich nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren. Für die Bürgermeisterwahl am 26. Mai stehen bislang bereit: Thomas Thiel (CDU), Heike Morgenthal (SPD), der unabhängige Bewerber Bernd Huf und Sabine Nowaczik (Initiative Lust auf Bürgermeisterinnen Saar, kurz LabS). Pirrungs Amtszeit endet am 30. September kurz nach seinem 64. Geburtstag.

Reiner Pirrung machte klar, dass er nicht vorhabe, bis zum Ruhestand die Hände in den Schoß zu legen. Im Gegenteil. „Für mich persönlich und für Spiesen-Elversberg rufe ich eine Schlussoffensive aus. Dazu werde ich einen Bürgermeister-Masterplan präsentieren, der als kommunaler Entwicklungsleitfaden dienen soll“, so Pirrung. Er nannte in diesem Zusammenhang die Runderneuerung des Komplexes der Mittelbergschule in Spiesen, damit diese als attraktiver Lernort wahrgenommen werden könne. Auch in Elversberg möchte der Verwaltungschef das Bildungs- und Betreuungsangebot ergänzen. Und seiner Meinung nach braucht Spiesen neben der auf den Weg gebrachten neuen Kindertagesstätte auch eine kleine Festhalle, weil das dortige Pfarrheim aufgegeben wurde und das Haus der Vereine dafür in Zukunft nicht mehr dienen könne.

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