Saarbrücken

Eifler-Mitarbeiter kämpfen vor Gericht weiter

Nach der Übernahme durch die Cablex-Gruppe wirbt Eifler mit dem Namen Cablex DE.FOTO: Ruppenthal

Saarbrücken . Ex-Beschäftigte gehen davon aus, dass Aktivitäten arglistig und zu Lasten der Mitarbeiter von den Eignern ausgelagert worden sind.

Mehrere der früheren Mitarbeiter der Firma Dieter Eifler GmbH & Co KG wehren sich weiter vor Gericht gegen ihre Kündigungen. Sie waren mit der Begründung entlassen worden, dass der Betrieb geschlossen wird. Aus Sicht der Mitarbeiter hat es aber gar keine Betriebsschließung gegeben, sondern die Firma Eifler wird letztlich in der Cablex DE GmbH weitergeführt. Damit sei die Kündigung nicht wirksam.

Weil bei einem Betriebsübergang die Mitarbeiter übernommen werden müssen, war das gestern vor dem Arbeitsgericht in Saarbrücken die kritische Frage: Hat bei dem Kabelbaumproduzenten Eifler aus Nohfelden ein solcher stattgefunden oder nicht? Während die Anwälte der klagenden Mitarbeiter genau davon ausgehen, ist der Anwalt des Unternehmens der Ansicht, dass die Firma stillgelegt wurde.

Die Vorgeschichte beginnt schon im Frühjahr des vergangenen Jahres: Im April 2018 hatte der frühere Firmeninhaber Dieter Eifler sein Unternehmen an die slowenische Cablex-Gruppe verkauft. Aber während das Cablex-Management nach der Übernahme sowohl gegenüber den Mitarbeitern als auch Kunden von einer großartigen Zukunft sprach, änderte sich die Lage innerhalb weniger Wochen. Eifler habe bei der Übernahme kurz vor dem Bankrott gestanden, sagte Cablex-Finanzchef Mitja Florjanic im Herbst des Jahres gegenüber unserer Zeitung. Die Gesellschafter beschlossen, den Betrieb einzustellen. Sämtliche Mitarbeiter erhielten am 28. August ihre Kündigung. Abfindungen gab es ebensowenig wie einen Sozialplan – da es im Unternehmen nie einen Betriebsrat gab, hatten die Mitarbeiter auch keinen entsprechenden Schutz.

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