Saarbrücken

Bauarbeiten an Fechinger Talbrücke sollen 2021 beginnen

Auf der Straße „An der Heringsmühle“ in Fechingen herrschte nach der Sperrung der Fechinger Talbrücke im Jahr 2016 ein Verkehrschaos. FOTO: BeckerBredel / bub/fb

Saarbrücken. 2021 soll es losgehen: Dann sollen die Bauarbeiten an der Fechinger Talbrücke beginnen. Das teilt das Wirtschaftsministerium mit.

Der Wirtschaftsausschuss des Landtages hat sich gestern in seiner Sitzung mit dem Mammut-Projekt beschäftigt. Den Angaben zufolge soll es zunächst Sanierungsarbeiten an der Anschlussstelle und unter der Brücke geben. Im Jahr 2023 beginne dann der Neubau der Talbrücke. Allerdings ist nach wie vor nicht sicher, ob die Talbrücke überhaupt abgerissen werden darf. Der Denkmalschutz habe sich noch nicht abschließend geäußert, so das Wirtschaftsministerium. Die Vorbereitungen würden dadurch aber nicht gebremst, man plane mit einem Neubau. Wie die neue Brücke aussehen soll, ist bislang ebenfalls unklar. Dazu werde in diesem Jahr ein Architektenwettbewerb ausgelobt. Der Gewinner soll bis spätestens Anfang 2019 feststehen. Die Umbauarbeiten sollen 126 Millionen Euro kosten. Ursprünglich war das Ministerium von Kosten in Höhe von 80 Millionen Euro ausgegangen. Nach derzeitigen Schätzungen soll bis 2030 alles fertig sein.

Eine Vollsperrung wie 2016 sei nicht vorgesehen, höchstens für ganz kurze Zeiträume, wenn ein Fahrspurwechsel organisiert wird, so Wolfgang Kerkhoff, Pressesprecher des Wirtschaftsministeriums. Damit wolle man die starke Verkehrsbelastung der Straße „An der Heringsmühle“, wie es sie bei der Sperrung 2016 gab, vermeiden.

Die Fechinger Talbrücke wurde im Frühjahr 2016 vom einen auf den anderen Tag vollgesperrt. Es bestand Gefahr, dass die Pfeiler der Belastung nicht standhalten. Unter der Situation litten vor allem die Anwohner der Fechinger Straße „An der Heringsmühle“, die als Umleitungsstrecke diente. Sie beschwerten sich über Dauerlärm und abgasverpestete Luft. Nach sieben Wochen durften Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen wieder über die Brücke fahren. Lkw über 3,5 Tonnen mussten jedoch weiterhin die Umleitungsstrecke nutzen. Etwa 2500 Lastwagen fuhren täglich über die schmale Straße in Fechingen. Nur wenige Zentimeter trennte die Menschen auf den Gehwegen von vorbeidonnernden Lkw. Im September 2016 hat die Stadt stationäre Blitzer aufgestellt, um zumindest der Raserei auf der schmalen Straße ein Ende zu setzen. Nach Sanierungsarbeiten an den Pfeilern der Brücke wurde sie im November 2016 auch für Lkw wieder freigegeben.


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