Zwei Gerichtsurteile und die Folgen

Dialysepatienten müssen weichen

Unser Bild zeigt eine Dialyse-Patientin, die zur Blutreinigung an die sogenannte künstliche Niere angeschlossen ist. FOTO: dpa / Arno Burgi

Dudweiler/St. Ingbert. Keine Blutwäsche mehr in Dudweiler und St. Ingbert: Kassenärztliche Vereinigung erklärt, was dahinter steckt.

Ein Mann aus Dudweiler, der mehrmals pro Woche wegen  nicht mehr funktionierender Nieren  auf die Reinigung seines Blutes angewiesen ist, hat uns gerade darauf aufmerksam gemacht, dass die  Dialysezentren in Dudweiler und auch in St. Ingbert ihn als Kassenpatienten nicht mehr behandeln dürften.  Statt dessen müsse er, wie nun viele andere Patienten auch, nach St. Arnual. Dort gibt es eine große Einrichtung dieser Art. In Dudweiler war die Dialyse übrigens im Krankenhaus St. Josef untergebracht.

Nachfrage der SZ bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) im Saarland, wie sich die Sachlage  darstellt. Auskunft darüber gibt Sanitätsrat Dr. Gunter Hauptmann, Vorstandsvorsitzender der KV. Er bestätigt vorab das, was der SZ-Leser bereits mitteilte. Dass nämlich zwei Dialysepraxen an den Standorten Dudweiler und St. Ingbert ab sofort keine Kassenpatienten mehr behandeln dürfen. Grund  sei ein jahrelanger Rechtsstreit, der jetzt durch Gerichtsurteile  entschieden wurde.

Die Behandlung von Dialysepatienten, die gesetzlich versichert sind, unterliege einem umfangreichen Regelungswerk, in dem auch geregelt sei, welche Praxis an welchem Ort mit welchem Einzugsgebiet  wieviele Patienten dialysieren darf. Gunter Hauptmann: „Da die Dialyse-Behandlungen gut vergütet werden, besteht natürlich auch ein hohes Interesse der Praxen daran, möglichst viele Patienten behandeln zu dürfen.“

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