Spenden

Geldsegen zu Heiligabend an der Oberen Saar

So sah der Ortskern von Kleinblittersdorf am 1. Juni aus. FOTO: BeckerBredel

Kleinblittersdorf. Nach vielen Beratungen hat ein Gremium nun die Spendengelder verteilt, die nach dem Unwetter zusammenkamen.

Pünktlich zu Heiligabend können sich die Opfer der Unwetter-Katastrophe vom 1. Juni in der Gemeinde Kleinblittersdorf über ein ganz besonderes Geschenk freuen. Das sechsköpfige Spenden-Gremium, das sich im Juli extra zur Verteilung der vielen eingegangenen Spenden gründete, ist mit seiner Arbeit fertig und hat alles daran gesetzt, dass die Antragssteller noch vor Weihnachten das Geld bekommen. 186 131,69 Euro wurden insgesamt gespendet. 73 Anträge auf finanzielle Hilfe wurden in der Gemeinde Kleinblittersdorf gestellt. Zehnmal hat das Gremium getagt, bis klar war, wer wie viel Geld bekommt. „Die Arbeit war nicht einfach. Wir haben abgewartet, wer von anderen Seiten finanzielle Unterstützung erhält und wessen Schäden über eine Versicherung abgedeckt sind“, erklärte Thorsten Conrad aus dem Gremium.

Als der Kriterien-Katalog erstellt wurde, wurden bewusst nur Privathaushalte berücksichtigt. Vereine, die das Unwetter besonders hart getroffen hatte, wie beispielsweise der SC Bliesransbach oder der TuS Bliesransbach bekommen nichts von dem Spendengeld. Dafür wurden in der Gemeinde viele andere Aktionen gestartet, um den Vereinen finanziell zu helfen. Es gab auch Vereine, die Geld extra nur für betroffene Vereine spendeten.

Der Gemeinderat von Kleinblittersdorf hat die Arbeit des Gremiums abgesegnet und der Auszahlung der Gelder zugestimmt. „Wir haben unsere Arbeit sehr gewissenhaft und fair gemacht und wollten zu jeder Zeit transparent sein in dem, was wir tun“, sagt der evangelische Pastor Josef Jirasek aus Bliesransbach. Mehrmals hatte das Gremium Kontakt zu allen Antragsstellern aufgenommen, wollte die Schäden und die Schadenssumme, sowie den Versicherungsschutz wissen. „Wir haben von keinem verlangt, dass er seine Vermögensverhältnisse komplett nachweist. Unsere Gremiumsmitglieder kennen sich in ihren Orten sehr gut aus und kennen auch die Personen, die die Anträge gestellt haben. Wir wollten mit der Bearbeitung auch zügig vorankommen“, so Thorsten Conrad.

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