Nauwieser Viertel

Wer bringt Ruhe ins Party-Viertel?

Das „Bermuda-Dreieck“ ist im Nauwieser Viertel, wo die Cecilienstraße in die Nauwieser Straße mündet. Es gibt dort Ärger zwischen Anwohnern, Wirten und den Kneipengästen. FOTO: Rich Serra

Saarbrücken. Für das Innenministerium ist die Sache klar: Die Konflikte im Nauwieser Viertel muss in erster Linie das Ordnungsamt lösen. Nicht die Polizei.

Die Provokation scheint gelungen. Nachts, insbesondere an den Wochenenden und in den Ferien, sei ihr Viertel eine „rechtsfreie Zone“, haben Bewohner des sogenannten Bermudadreiecks, dem Ort, an dem die Cecilienstraße in die Nauwieser Straße mündet,  an Innenminister Klaus Bouillon geschrieben – und den Brief dann auch noch an Ministerpräsident Tobias Hans geschickt.

Die Lage sei nicht einfach, aber das Nauwieser Viertel sei „auch nachts kein rechtsfreier Raum“, ließ der Innenminister nun auf SZ-Anfrage mitteilen.

Das Problem der Anwohner: Bis in die Morgenstunden wird auf den Straßen vor ihren Wohnungen gefeiert. Der nächtliche Lärm, die Verschmutzung der Straßen und Erbrochenes in Hausfluren – die Grenze des Erträglichen sei erreicht, sagen Anwohner. 60 von ihnen haben einen Protestbrief unterschrieben (die SZ berichtete).

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