Fußball

SV Elversberg getarnt als SV Göttelborn

In Göttelborn trainieren die Spielerinnen, die am kommenden Sonntag mit ihrer Mannschaft in die Verbandsliga-Saison starten. Sie laufen in Trikots ohne Name und Wappen unter dem Namen SV Göttelborn auf, sind aber eigentlich eine Mannschaft der SV Elversberg. FOTO:

Göttelborn. Weil sie nicht das Spielrecht ihres Partnervereins in der Frauen-Verbandsliga übernehmen darf, schickt die neu gegründete Frauen-Sparte der SV Elversberg dort eine Mannschaft unter dem Namen SV Göttelborn an den Start.

Im Prinzip läuft das Frauenfußball-Projekt zwischen dem SV Göttelborn und der SV Elversberg schon das komplette Kalenderjahr. Am kommenden Sonntag geht es nun erstmals um Punkte. Der SV Göttelborn empfängt um 16.45 Uhr die FSG Schmelz-Limbach zum Saisonauftakt in der Verbandsliga. Das Projekt soll den Frauenfußball im Saarland auf eine neue Ebene hieven. Langfristig ist das Ziel die Bundesliga.

Eigentlich sollte das Projekt unter dem Namen der SV Elversberg laufen. Doch dem machte der Saarländische Fußball-Verband einen Strich durch die Rechnung. Da sich der 1. FC Saarbrücken für seine Herren-Mannschaft für die aktuelle Saison kein Startrecht in einer höheren Liga kaufen durfte, muss der FCS II ganz unten in der Kreisliga A beginnen. Also durfte die SV Elversberg mit ihrer Damen-Mannschaft auch nicht das Startrecht des SV Göttelborn in der Verbandsliga übernehmen.

Aus Elversberger und Göttelborner Sicht kann man das FCS-Vorhaben und das eigene nicht miteinander vergleichen. Deshalb reagierten beide Club mit Unverständnis auf die Ablehnung des Verbandes, als SV Elversberg in der Verbandsliga an den Start zu gehen. Die Lösung: die Mannschaft wird weiterhin SV Göttelborn heißen, ist aber eigentlich eine Elversberger Truppe.

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