Masters-Turnier in der Fischbachhalle

Der „Doppel-Spitzenreiter“ will zum Masters

Göttelborn. Der SV Göttelborn kooperiert im Frauenfußball mit der SV Elversberg. Die Zusammenarbeit läuft auf dem Feld erfolgreich. Das soll sich in der Halle fortsetzen. Die zweite Mannschaft will zum Masters-Endturnier.

Es war ein viel und ein heiß diskutiertes Thema im vergangenen Jahr: Verbandsliga-Aufsteiger SV Göttelborn wollte mit seiner Frauen-Abteilung zur SV Elversberg wechseln. Die SVE wollte dann mit einer runderneuerten Mannschaft anstelle des SV Göttelborn in der Verbandsliga antreten. Ihr langfristiges Ziel ist die Bundesliga. Weil sie aber aufgrund von Regularien des Saarländischen Fußball-Verbandes nicht das Spielrecht des SV Göttelborn übernehmen dufte, schickt die neu gegründete Frauen-Sparte der SV Elversberg in der Verbandsliga eine Mannschaft unter dem Namen SV Göttelborn an den Start. Die SVE spielt also sozusagen getarnt als SV Göttelborn (wir berichteten).

Die beiden Vereine sind eine Partnerschaft eingegangen. Wie sieht die Zwischenbilanz aus Sicht des SV Göttelborn aus? „Wir sind sehr zufrieden“, sagt der Spartenleiter Frauenfußball, Norbert Kelter. Sportlich läuft es wie am Schnürchen. Die komplett neu zusammengestellte erste Mannschaft mit Trainer Kai Klankert und der ehemaligen Nationalspielerin Selina Wagner ist verlustpunktfreier Tabellenführer der Verbandsliga. Der Durchmarsch in die Regionalliga winkt. Genauso erfolgreich ist die zweite Frauen-Mannschaft. Das Team von Trainer Markus Plein steht verlustpunktfrei an der Tabellenspitze der Bezirksliga.

Beim SV Göttelborn II stehen die Spielerinnen auf dem Feld, die sich durch die Landesliga-Meisterschaft in der vergangenen Saison für die Verbandsliga qualifiziert haben. Statt auf- sind sie durch die Kooperation mit der SV Elversberg jedoch abgestiegen. „Im ersten Moment war das natürlich ein Schritt zurück“, gibt Kelter zu. „Aber um mittelfristig guten Frauenfußball in Göttelborn anzubieten, war die Kooperation die richtige Entscheidung“, ergänzt der Spartenleiter. „Wir haben keinen eigenen Nachwuchs und wenn einige Leistungsträgerinnen aufgehört hätten, wäre es auch möglich gewesen, dass es für uns wieder schnell nach unten geht.“ Durch das Projekt mit der SV Elversberg sieht er seinen Club nun so aufgestellt, dass dieses Szenario nicht eintreten wird.

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