Gegen Temposünder in Saarbrücken

Wie viele Blitzer dürfen hintereinander stehen?

Starre Radarsäulen stehen auch in der Camphauser Straße. Dennoch müssen sich Autofahrer auf zusätzliche mobile Blitzer gefasst machen. Auch in unmittelbarer Nähe der fest installierten. FOTO: dpa / Christophe Gateau

Saarbrücken. Abzocke oder legitimes Mittel, um Raser davon zu überzeugen, den Fuß vom Gas zu nehmen? Ein ADAC-Experte sagt, was rechtlich möglich ist.

Viele schwere Verkehrsunfälle passieren, weil Autofahrer schneller fahren als erlaubt. Das hat in den vergangenen Jahren zwangsläufig dazu geführt, dass Städte und Gemeinden verstärkt auf Radarkontrollen setzen. Viele lassen dazu von Fachfirmen fest installierte Anlagen meistens an den Punkten aufstellen, an denen sich Zwischenfälle in der Vergangenheit häuften. So auch an diversen Stellen in Saarbrücken.

Eine davon ist die Camphauser Straße an der Nahtstelle Stadtgrenze/A 623. In beiden Richtungen müssen dort seit einigen Jahren in Höhe der Saarlandhalle Temposünder damit rechnen, abgelichtet zu werden. Doch damit ist es nicht getan: In unregelmäßigen Abständen gesellen sich zu den permanenten Radarsäulen mobile Blitzer. Das bringt einige in Rage, sie sprechen von Abzocke. Ist es das wirklich? Dürfen Polizei und Ordnungsämter das überhaupt?

„Ja“, sagt kurz und knapp Heinz Müller. Der Fachanwalt für Verkehrsrecht beim ADAC an der Saar sieht demzufolge kein Gesetz, welches das verbietet. Zuletzt hatte sich ein Betroffener beklagt, der nach einer kurzen Passage hinter dem Blitzerturm stadtauswärts gleich von einem weiteren Radargerät erfasst worden war. „Es gibt keine Regel, die vorgibt, in welchem Abstand Messgeräte aufgestellt werden dürfen“, erklärt der Jurist.

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