Radfahren in Saarbrücken

Grüne für noch bessere Radwege

Die Grünen sehen beim Saarbrücker Radwegenetz noch Verbesserungsmöglichkeiten (Symbolfoto). FOTO: Marius Becker / picture alliance / dpa

Saarbrücken. Die Grünen im Stadtrat finden es gut, dass die Stadt das Radwegenetz weiter ausbaut. Doch sei das Ganze noch deutlich aufzuwerten. Das betreffe unter anderem Abstellmöglichkeiten und eine Fahrradausleihe.

„In Saarbrücken werden täglich rund 45 000 Fahrten mit dem Pkw unternommen, die zwei Kilometer oder kürzer sind“, schreiben die Grünen. Das zeige, wie wichtig Anreize für den Umstieg aufs Fahrrad sind. Wichtig sei eine Radschnellroute, erster Schritt der Umbau der Wilhelm-Heinrich-Brücke. Ziel sei eine Strecke von der HTW in Alt-Saarbrücken bis zur Uni. Die Verwaltung solle bald einen umfassenden Plan vorlegen“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Stadtrat, Torsten Reif.

Die Wilhelm-Heinrich-Brücke zeige, dass die Wegnahme von AutoFahrspuren nicht zum Verkehrskollaps führe und Pendler weiter schnell in die Innenstadt gelangen. In der jetzigen Bauphase seien von den ursprünglich acht Spuren nur vier übrig und dennoch fließe der Verkehr. Sogar der Handel lobe das Baustellenmanagement ausdrücklich. Und trotz aller Unkenrufe der CDU stellten sich keine Verkehrsbehinderungen ein. Luft nach oben sei beim Verkehrsfluss, zumal nach den Bauarbeiten wieder zwei Spuren mehr, also sechs, für Pkw zur Verfügung stehen. Radfahrer würden dann auf zwei eigenen Spuren sicher im Verkehr mitschwimmen können. Die Panikmache der CDU-Fraktion sei also unbegründet, stellt Reif fest.

„Neben dem Ausbau des Radwegenetzes müssen wir jedoch gleichzeitig für ausreichend bewirtschaftete Abstellmöglichkeiten für die Räder sorgen, insbesondere in unmittelbarer Nähe zu Hauptknotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs. Darüber fordern die Grünen ein Fahrradleihsystem, und zwar auch für Lastenräder. Von Letzteren profitierten sowohl Privatpersonen als auch Gewerbetreibende, wodurch sich Pkw-Fahrten und der Verkehr für die Anlieferung kleiner Waren weiter verringern ließe, sagt Reif.

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