Alt-Saarbrücken

Polizeieinsatz beim Flohmarkt

Über zwei Stunden hat der Einsatz auf dem Flohmarkt gedauert. (Symbolbild)FOTO: Marijan Murat / picture alliance / dpa

Alt-Saarbrücken. Großes Durcheinander, weil die Stadt wegen Bauarbeiten den Platz für die Standbetreiber einschränkt.

Beamte der Polizeiinspektion Alt-Saarbrücken mussten am Samstagmorgen beim Flohmarkt an der Schlossmauer einige Standbetreiber von ihren Plätzen vertreiben. SZ-Leser Andreas Roden, der selbst an der Schlossmauer einen Stand aufgebaut hatte, spricht von einer chaotischen Situation vor Ort: „Lautsprecherdurchsagen der Polizei, aufgebrachte Bürger, die die Stände bereits aufgebaut haben, sollen wieder abbauen. Die Polizisten, die dafür nichts können, müssen wütende Menschen beruhigen, Kopfschütteln allerorten.“ Über zwei Stunden habe der Einsatz gedauert, berichtet Polizei-Dienstgruppenleiter Oliver Clanget  am Sonntag. Die Verwaltung habe das Areal des Flohmarkts wegen der Bauarbeiten auf und rund um die Wilhelm-Heinrich-Brücke auf den Abschnitt zwischen der Hardenberg- und Spichererbergstraße begrenzt. Davor hätten die Standbetreiber bis zur Wilhelm-Heinrich-Brücke stehen dürfen. Clanget kritisiert das Verhalten der Verwaltung. Weder hätten Hinweisschilder die Standbetreiber auf die Veränderung aufmerksam gemacht. Noch habe die Verwaltung genügend Personal im Einsatz gehabt. Ein Mitarbeiter der Stadt sei zwar dort gewesen. Der habe sich aber darum gekümmert, dass niemand seinen Stand in Höhe des Landtages aufbaut, erklärt der Polizeibeamte. Schließlich mussten sich die Standbetreiber einen anderen Platz zwischen Hardenberg- und Spichererbergstraße suchen. Dabei soll es zum Streit gekommen sein. Die SZ hatte am 7. April eine Presseerklärung der Stadt veröffentlicht, in der sie darauf hinwies, dass der Platz für den beliebten Flohmarkt einschränkt werde. Das habe aber sicher nicht jeder gelesen, glaubt Andreas Roden. Hätte sich die Stadt anders verhalten, wäre ein Polizeieinsatz nicht nötig gewesen. Seinem Ärger machte er auch Luft, in dem er per E-Mail an Oberbürgermeisterin Charlotte Britz schrieb, sagt Roden. Die habe umgehend geantwortet und wolle die Angelegenheit in der Verwaltung klären.

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