Sicherheit für Vereine

Bei der Organisation von Festen müssen Vereine nicht nur beachten, dass genug Schwenker da sind. Es gilt auch, Dinge wie Hygiene oder Gema-Kosten zu beachten. Ohne ehrenamtliche Helfer geht es in Vereinen einfach nicht – trotzdem engagieren sich immer weniger. Foto: SeeberFOTO: Seeber

Saarbrücken. Das Saarland ist deutschlandweit Spitze. Nirgendwo gibt es in Relation zur Bevölkerungszahl mehr Vereine. Vereine sind abhängig von engagierten Mitgliedern und Helfern. Davon gibt es allerdings immer weniger. Um dem entgegenzuwirken, hat der Landessportverband für das Saarland (LSVS) das "Kompetenzzentrum Ehrenamt" eingerichtet. Vorstände und Funktionsträger saarländischer Sportvereine bekommen hier kompetente Antworten auf Fragen zum Thema Vereinsarbeit.

"Ziel ist es, den Ehrenamtlichen möglichst ihre Risiken abzunehmen. Deshalb stehen alle Maßnahmen, die damit verbunden sind, unter der Überschrift ‚Sicherheit für Vereine‘", erklärt LSVS-Präsident Klaus Meiser . Und er fasst zusammen: "Die Hilfe soll sich auf viele Bereiche erstrecken - zum Beispiel Satzungsrecht, Steuerrecht, Haftungsrecht , Versicherungsfragen und vieles mehr."

Zahl der Ehrenamtler geht zurück

Nicht selten heißt es im Volksmund scherzhaft: "Bei einer Mitgliederversammlung einmal zum falschen Zeitpunkt am Kopf gekratzt - schon ist man im Vorstand." Immer weniger Menschen wollen Verantwortung für einen Verein übernehmen. Oft tragen nur wenige Schultern die Hauptlast der teilweise auch bürokratischen Vereinsarbeit. Ob steuerliche Vorgaben, Satzungsfragen, Hygienevorschriften, Gema-Kosten bei Veranstaltungen und vieles mehr: Anforderungen an Vereine und vor allem deren ehrenamtliche Verantwortungsträger sind vielschichtig und tragen somit nicht gerade dazu bei, dass ehrenamtliche Tätigkeit an Attraktivität gewinnt.

top