Prozessauftakt am Landgericht

Saarländer gesteht: Ehefrau im Bett mit der Axt erschlagen

Vor dem Landgericht Saarbrücken (Symbolfoto) hat der Prozess gegen einen Mann aus Bischmisheim begonnen. FOTO: dpa / Oliver Dietze

Saarbrücken. Auftakt in Mord-Prozess am Landgericht: Der Angeklagte schilderte, wie er seine Frau im Schlafzimmer mit einer Axt erschlagen hat. Er habe dabei unter akuten Wahnvorstellungen gelitten und nicht gewusst, was er tat.

Wegen Verdachts des Mordes an seiner Ehefrau muss sich seit Mittwoch ein 40 Jahre alter Familienvater aus Bischmisheim vor dem Saarbrücker Landgericht verantworten. Der Mann soll seine sechs Jahre jüngere Frau am frühen Morgen des 28. Mai 2018 im Schlaf erschlagen haben, während sie im gemeinsamen Doppelbett lag. Mit einer Axt habe er einen gezielten Schlag gegen Hals und Kopf der Ehefrau geführt und diese damit sofort getötet. Währenddessen waren die fünf gemeinsamen Kinder im Haus. Sie dürften aber von der Bluttat direkt nichts bemerkt haben.

Nach Erkenntnis der Strafverfolger hat es in der Beziehung des Paares schon längere Zeit Probleme gegeben. Auch Eifersucht auf einen anderen Mann und psychische Probleme des Angeklagten könnten eine Rolle spielen. Zum Auftakt des mehrtägigen Strafprozesses gab der 40-Jährige zu, dass er seine Frau erschlagen habe. Er habe dabei aber wegen psychischer Probleme, Schlafmangel und Medikamenten unter so akuten Wahnvorstellungen gelitten, dass er nicht gewusst habe, was er tat: „Ich habe die Axt in der Hand und es ist passiert.“ Und weiter: „Ich werde mich ewig fragen, warum es passiert ist.“

Das spätere Ehepaar hatte sich nach Aussage des Angeklagten schon in jungen Jahren kennen gelernt. Das Mädchen habe in der Nachbarschaft von Verwandten gewohnt. Schon als sie 14 Jahre alt war, habe sie mit ihm eine Beziehung eingehen wollen. Aber damals sei er bei der Bundeswehr gewesen und sie hätten gewartet. Danach seien sie ein Paar geworden und hätten insgesamt fünf Kinder bekommen, mit denen sie im gemeinsamen Haus lebten. Als die Kinder größer wurden und oft Termine außerhalb hatten, machte die Ehefrau den Führerschein.

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