HSG Völklingen

Von Anfang bis Ende läuft alles schief

Völklingens Marius Merziger (in Rot) fliegt auf Illtals Torhüter Alexander Dörr (links) zu. Merziger erzielte bei der 20:33-Klatsche zwei Tore. FOTO: Klos Horst / Christian Wulf

Völklingen.

Viele der knapp 450 Zuschauer in der Eppelborner Hellberghalle haben bereits die Heimreise getreten, als die Pressekonferenz nach dem Saar-Derby in der Handball-Oberliga beginnt. „Woran lag es heute?“, will Volker John, Mannschaftsverantwortlicher des Gastgebers HF Illtal und Interview-Führer, wissen. Er richtet die Frage an Berthold Kreuser. Der Trainer der HSG Völklingen wurde kurz zuvor mit seiner Mannschaft förmlich aus der Halle geschossen. „Wir sind keine Mannschaft, die 40 Tore macht. Wenn wir in der Deckung keinen Zugriff kriegen...“, leitet der erfahrene Übungsleiter seine Erklärung für die 20:33 (8:16)-Klatsche ein. Die Völklinger hatten das Hinspiel mit 26:24 gewonnen. Das hatte sie für das Rückspiel hoffen lassen. Diese Hoffnung musste die HSG früh begraben. Im ersten Angriff rutschte dem Ex-Illtaler Norbert Petö ein Pass von Alexander Saunus durch die Finger. HF-Rückraumspieler Niklas Kiefer brachte seine Mannschaft im Gegenstoß in Führung. Dieser Fehler steht sinnbildlich für den Auftritt der HSG Völklingen.

Viel zu selten konnten die Gäste über schnelle Pass-Stafetten und gut abgestimmte Abläufe einfache Tore erzielen. Gastgeber Illtal verteidigte flexibel, stand regelmäßig mit drei Leuten auf oder vor der Neun-Meter-Linie und störte die Wege der Gäste früh. Völklingens Torhüter Andrej Kessler zeigte zu Beginn noch einige, gute Paraden. Aber beim Treffer zum 4:2 von Illtals Marcel Becker in der 9. Minute begannen die Gastgeber, sich abzusetzen. Der ehemalige Völklinger Marvin Mebus erzielte über Rechtsaußen die 11:6-Führung für die Illtaler. Als Kreisläufer Patrick Bach zwei Minuten vor der Pausensirene vom Kreis zum 16:8 traf, war die Begegnung bereits gelaufen.

Beste Völklinger Werfer waren Niklas Hoff (7 Troe) und Alexander Saunus (6). Die HF Illtal sind mit nun 25 Punkten Tabellenvierter. Die HSG Völklingen belegt mit 16 Punkten Rang elf. Sie empfängt am Samstag, 9. Februar, um 18 Uhr das Schlusslicht TSG Friesenheim II, das einen Zähler auf dem Konto hat.


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