Unterricht in Italienisch läuft zweisprachig

Völklingen. Auch Italienisch wird hierzulande im Auftrag des zuständigen Konsulats gelehrt. Und in romanischen Ländern liebt man Abkürzungen. So wie bei dem Verein, der im Saarland Italienisch-Unterricht organisiert: "Co.As.Sc.It" heißt er, was für "Comitato Assistenza Scolastica Italiana" steht, auf Deutsch etwa "Italienisches Komitee für schulische Unterstützung".

Rolando Pettinari, der Vorsitzende, berichtet auf SZ-Nachfrage, dass sein Verein den Unterricht im Lauf der Zeit völlig umgekrempelt habe. Bis in die 1980er Jahre seien die Italienisch-Stunden muttersprachlicher Unterricht gewesen, weil man da noch gedacht habe, die Schüler würden nach Italien zurückkehren. Aber heute sei die große Mehrheit der italienischen Kinder hier geboren. So habe man sich nun zum Ziel gesetzt, Italienisch als Fremdsprache zu fördern. 90 Prozent der Italienisch-Kurse seien Fremdsprachen-Kurse, nicht nur für italienischstämmige Schüler offen, sondern für alle. Im Saarland betreue der Verein rund 600 Kinder.

Das wichtigste Projekt des Vereins trägt den Namen "Arcobaleno", Regenbogen. Farb-Vielfalt, Verbindung - bei Arcobaleno läuft der Unterricht zweisprachig, auf Deutsch und Italienisch. Pädagogen arbeiten im Tandem, Italienisch-Muttersprachler kommen in die Schule und unterrichten gemeinsam mit den Klassenlehrern.

Unter anderem an der Geislauterner Schlossparkschule können Kinder - alle Kinder, "nicht nur Italiener", betont Pettinari - mit Arcobaleno Italienisch lernen, im regulären Stundenplan. Die Kosten dafür teilen sich das italienische Außenministerium und das saarländische Bildungsministerium. Zusätzlich, berichtet Pettinari, veranstalte sein Verein auch Unterricht am Nachmittag, beispielsweise eine Italienisch-Arbeitsgemeinschaft an der Grundschule Ludweiler.

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