Völklinger Integrationsbeirat lässt Kurdenfrage aus

Vorsitzende Kiymet Kirtas. Foto: RuppenthalFOTO: Ruppenthal

Völklingen. Bürgermeister Bintz verweist auf Formfehler bei der Tagesordnung. Und es seien noch viele Dinge in Sachen Kulturzentrum zu prüfen.

Dem von türkischen Mitgliedern dominierten Völklinger Integrationsbeirat ist es am Donnerstag erspart geblieben, über ein kurdisches Kulturzentrum (siehe "Stichwort") in der Stadt abzustimmen. Dieses Kulturzentrum stand zwar auf der Tagesordnung, doch Bürgermeister Wolfgang Bintz (CDU) löste die Zwickmühle unter Hinweis auf einen Formfehler auf: Dieser Punkt könne nicht offiziell diskutiert werden, weil er nicht innerhalb der Amtlichen Bekanntmachungen der Stadt in einem Wochenblatt angekündigt worden sei. Ansonsten, so Bintz, gebe es hier seitens der Verwaltung "noch viele Dinge zu prüfen". Der Völklinger Ortsrat hatte das Vorhaben bereits mit großer Mehrheit abgelehnt.

Nach Ausklammern der Kurden-Frage leitete Vorsitzende Kiyimet Kirtas eine harmonisch verlaufende Sitzung, in der über eine Reihe von Initiativen berichtet wurde. Susanne Hohfeld-Heinrich, Leiterin eines Quartierprojektes der Arbeiterwohlfahrt in Saarbrücken, informierte so über ein Vorhaben namens "Nachbarn kommen zusammen im unteren Wehrden". Hierzu sollten zentrale Räume angemietet und eine Kraft eingestellt werden, "die auf jeden Fall Türkisch spricht".

Hausbrände der jüngsten Zeit, so Kirtas, seien nun Anlass für den Integrationsbeirat, sich verstärkt dem Thema Brandschutz zu widmen. Migranten seien hier häufig noch unerfahren. Hier sind ein Besuch bei der Feuerwehr in Wehrden mit praktischen Übungen an Feuerlöschern und ein Informationsabend im Neuen Rathaus vorgesehen. Axel Huppert, Brandschutzexperte bei der Völklinger Feuerwehr, hält, wie er ankündigte, auch Info-Blätter in verschiedenen Sprachen bereit.

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