Wo Schüler in die Berufswelt hineinschnuppern können

Bei der Berufs-Informationswoche an der Graf-Ludwig-Gemeinschaftsschule in Ludweiler informierten die Beamten Klaus Steinmann (unser Foto) und Pierluigi Vella über das Berufsbild Polizei. Foto: Andreas LangFOTO: Andreas Lang

Ludweiler. Wer schlechte Kopfnoten hat und viele Fehltage, hat schlechte Chancen. Praktische Informationen wie diese und darüber hinaus wichtige Einblicke in Institutionen und Unternehmen gab es bei der Berufsmesse an der Ludweiler Graf-Ludwig-Gemeinschaftsschule. Knapp 250 Schüler profitierten von dem Angebot.

Ein Spielzeugauto vermag den Schülern der Graf-Ludwig-Gemeinschaftsschule in Ludweiler allerhand über Physik und Chemie zu offenbaren. So müssen Lea Herr und Marco Schröter nur ein Weilchen an einer Kurbel drehen, die über ein Kabel mit dem Spielzeugfahrzeug verbunden ist. Dann stecken sie noch zwei Kabel an. Und das scheinbar nur mit Wasser betankte Gefährt setzt sich in Bewegung. Mitschüler Daniel Scheffner nennt das Zauberwort, das dies ermöglicht: "Elektrolyse."

Scheffner erklärt ausführlich, was da vor sich geht. Die Kurzversion: Mit der Kurbel erzeugen Lea und Marco Strom, der für den Natur-Vorgang notwendig ist. Das Wasser im Tank wird in seine Atome Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, und eine Brennstoffzelle macht daraus wieder Elektrizität - die dann das Auto antreibt. Aktionen wie diese sollen in der Projektwoche an der Schule zum Thema Berufsausbildung die Talente der jungen Leute offenbaren.

Zum fünften Mal veranstaltet die Graf-Ludwig-Gemeinschaftsschule eine solche Woche für die Klassenstufen acht bis elf mit knapp 250 Schülern. Zum Beispiel im Bereich Naturwissenschaften - die werden an diesem Tag vor allem mit praktischem Hintergrund präsentiert. Die Berufsmesse zieht aber auch Ausbildungsbetriebe und Institutionen an, wie Projektleiterin Nina Macek weiß: "Lidl und ZF sind dieses Mal erstmals dabei."

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