Völklinger Fischfarm auf Erfolgskurs

„Die ganze Welt schaut auf das, was hier läuft“

Peter Zeller ist seit 2014 Chef der Völklinger Fischfarm, die Doraden, Wolfsbarsche und Kingfische heranzieht – seit Oktober im Vollbetrieb. FOTO: BeckerBredel

Völklingen. Die Völklinger Fischfarm ist nach Ansicht ihres Chefs Peter Zeller auf dem Weg zum wirtschaftlichen Erfolg. Umbauten sind beendet, Zeller will 2019 mindestens doppelt so viel Fisch produzieren wie im Vorjahr.

Gäste empfängt die Fischfarm im Völklinger Stadtteil Fürstenhausen auf entspannte Art. Die Eingangstür steht einfach offen. Die nächsten Türen geradeaus sind freilich fest verschlossen und mit „Gefahr!“-Warnschildern versehen, da geht’s zu den Wasserbecken. Man merkt von selbst,  dass die Besucher-Musik im Obergeschoss spielt, und stapft die Treppe hinauf zum Tagungsraum.

Dort umringt am Mittwochabend der Ortsrat Völklingen den großen ovalen Tisch, zur öffentlichen Sitzung. Zuhörer dürfen auf quietschgrünen Sesselchen Platz nehmen. Das reicht nicht – Peter Zeller, Geschäftsführer der Fischfarm, und Mitglieder seines Teams holen noch Klappstühle aus dem Nebenraum.

„Farm“, darauf legen sie Wert, Zeller und der junge Agrarwissenschaftler Kristian Anicker, der seit drei Jahren in Fürstenhausen arbeitet und den Besuchern die Anlage vorstellt. „Zucht“, das hieße: Fische aufziehen vom Laich an, Auswahl  der Elterntiere inklusive – „das können andere viel besser“, sagt Anicker. In Völklingen werden eingekaufte Setzlinge gemästet bis zur Schlachtreife. Also „Farm“, nicht mehr. Aber auch nicht weniger: Gerade jetzt wollen die Farmer richtig durchstarten.

top