Nach Diskussionsrunde im Landtag

AfD-Mann streitet sich mit Schülern

Der AfD-Abgeordnete Rudolf Müller spricht von einer „linksgrünen Lügenpresse“. FOTO: dpa / Oliver Dietze

Saarbrücken. Im Anschluss an eine Diskussionsrunde mit Schülern im Landtag Ende Juni soll es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem AfD-Abgeordneten Rudolf Müller und einer Gruppe von Schülern gekommen sein.

Laut SR griff Müller die Zehntklässler für ihre Sichtweisen teils scharf an. Unter anderem habe er ihnen vorgeworfen, sie seien von der „linksgrünen Lügenpresse“ verblendet. „Mich würde interessieren, ob Sie in den 30er Jahren den Mund auch so weit aufgemacht hätten“, soll Müller zudem gesagt haben. Die Lehrerin wandte sich deshalb an das Bildungsministerium.

Gegenüber der SZ sagte Müller, er sei überrascht, dass die Sache so aufgebauscht werde. Er habe mit Abgeordneten der anderen Fraktionen mit den Schülern über eine Absenkung des Wahlalters diskutiert. Nach dem offiziellen Gespräch habe sich noch eine „lebhafte Diskussion über Gott und die Welt“ ergeben. An seine genaue Wortwahl könne er sich nicht mehr erinnern: „Es kann sein, dass ich gesagt habe, dass sie von der linksgrünen Lügenpresse beeinflusst sind. Das ist ja auch der Fall.“ Das „ganze Volk“ sei durch die Medien beeinflusst. Insbesondere „Stern“ und NDR bezeichne er „immer und voller Überzeugung“ als „linksgrüne Lügenpresse“. Zu der Äußerung über die 30er Jahre, die er gemacht haben soll, sagte Müller: „Daran kann ich mich nicht erinnern.“

Das Landtagspräsidium will sich in der kommenden Woche mit dem Fall beschäftigen.


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