Eigene Emojis für das Saarland

Der Lyoner wird zum Smiley

Ob Ortsnamen in Mundart, saarländische Leibspeisen wie Lyoner und Crémant, das Lieblingshobby Schwenken oder Landmarken wie das Saarpolygon oder Hochöfen: Mit 398 Saarmojis können Nutzer ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Screenshot: Saarmoji AppFOTO: Saarmoji-APP

Saarbrücken. Seit Dienstag können Saarländer mit 398 „Saarmojis“ in Online-Nachrichtendiensten ihre Gefühle ausdrücken.

Lyoner geht immer. Egal, ob krank, verliebt, griwwelwiedisch oder motzig. „Für jede Stimmung gibt es die passende“, sagt Zymryte Hoxhaj und zeigt auf die Leinwand, auf der Comic-Lyoner-Kringel mit verschiedenen Gesichtern ihre Gefühle zeigen. Fleischgewordene Smileys eben. Seit Jahren sind die Gesichter und Figuren – unter Kennern Emojis genannt – viel geliebte Accessoires bei virtuellen Unterhaltungen via Smartphone. Oftmals ersetzen die unzähligen Symbole ganze Sätze, die sonst erst mühsam eingetippt werden müssten.

Seit Dienstag müssen Saarländer nicht mehr auf das internationale Standardrepertoire zurückgreifen, sondern können – ihrem heimatlichem Naturell entsprechend – für ihre „Gespräche“ unter 398 Saarmojis wählen – darunter auch besagte Lyoner-Smileys. Am heutigen Dienstag fiel der Startschuss der App „Saarmoji“, die die saarländische Kreativ-Agentur „Bureau Stabil“ mit finanzieller Unterstützung des Wirtschafts- und Bildungsministeriums entwickelt hat. „Wir Saarländer sind unserer Heimat sehr verbunden und stolz auf ihre Besonderheiten. Höchste Zeit, dass dies auch in die digitale Kommunikation Einzug gehalten hat“, sagte Ideengeberin Hoxhaj.

Olegg, da hat man aber Huddel, sich zu entscheiden! Zwölf Kategorien sollen beim Überblick helfen. Allein in der Kategorie „Geschwätz“ finden sich an die hundert Redensarten von „Ach Gottche“ bis „Zucker Schniss“. In der Rubrik „Hauptsach gudd gess“ gibts neben dem obligatorischen Lyoner auch den Doppelweck, das Stubbi oder die Falsche Crémant. „Dehemm“ versammelt nahezu sämtliche Ortsnamen in Mundart – Ullefänge, Oamesum oder Bommarä. Für Zugezogene nicht unbedingt selbsterklärend. „Für die Nicht-Saarländer haben wir die Kategorie „Verstehschde“ eingeführt“, erklärt Hoxhaj, die an der Hochschule für Bildende Künste Saar Kommunikationsdesign studiert hat. Mit Comics erfahren diese, was sich hinter Begriffen wie „Bischele“, „Miggeplätsch“ oder „Unnabux“ verbirgt.

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